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Region: Verkehr bricht nach Schneefällen zusammen

Region: Verkehr bricht nach Schneefällen zusammen

Heftige Schneefälle haben am Freitag in der Region den Verkehr zum Erliegen gebracht. Viele kamen zu spät zur Arbeit oder steckten auf Autobahnen fest. Hintergründe und Fotostrecke.

Heftige Schneefälle und Glätte haben am Freitag in der Region den Verkehr teilweise zum Erliegen gebracht. Auf den Autobahnen und Fernstraßen wie auf der B 51, der A602 und der A 48 standen LKW quer, Streu- und Räumfahrzeuge kamen nur schwer voran.

Seit den Mittagsstunden stand der Verkehr in Teilen Triers still. Etliche Busse fuhren sich in den Höhenstadtteilen fest und kamen nicht weiter. Selbst der kleine Anstieg zum Stadtbad war wegen der geschlossenen Schneedecke für die Busse nicht mehr zu bewältigen. Quer stehende LKW hinderten die Autos am Durchkommen. "Der Busverkehr ist noch vor Schulschluss zusammen gebrochen", sagte Frank Birkhäuer von den Stadtwerken. Etliche Schüler machten sich zu Fuß auf den Heimweg.

Trotz Verkehrschaos und 19 Zentimetern Neuschnee blieb die Lage für die Rettungsdienste in der Stadt Trier bis zum Freitagnachmittag ruhig. "Die Lage ist normal, nur dauern die Einsätze bei den vielen kleineren Unfällen wegen der schlechten Straßenverhältnisse länger", sagte Einsatzleiter Bernd Hartz. In der Stadt war am Mittag der Busverkehr zusammen gebrochen, lediglich die Linie 1 fuhr die volle Strecke.

Neun Verkehrsunfälle meldete die Prümer Polizei am Freitag um 16 Uhr aus den Verbandsgemeinden Prüm und Arzfeld. In allen Fällen führten die schneebedeckten und glatten Straßen zu den Unfällen. Es entstanden vor allem Blechschäden, Menschen wurden nicht verletzt. Vor allem in der Mittagszeit machte der stetig und heftig fallende Schnee den Polizisten zu schaffen. Die Schulbusse hingen im Kreuzerweg und der Kalvarienbergstraße fest. Zahlreiche besorgte Eltern ließen die Telefondrähte der Polizeibehörde heiß laufen.

16 Unfälle während sehr starkem Schneefalls registrierte die PI Wittlich am frühen Freitag Nachmittag binnen zwei Stunden in ihrem gesamten Zuständigkeitsgebiet. "Alles nur Blechschäden ohne Verletzte", sagte Polizeihauptkommissar Uwe Neumann: "An den Steigungsstrecken steht alles still: Am Pichterberg, Richtung Plein und Bergweiler." Auch viele LKW sind liegen geblieben etwa zwischen Klausen und Osann, bei Rivenich und Großlittgen. "Sie müssen alle warten, bis die Streudienste durch sind", sagte Uwe Neumann: "Es gibt keine Schwerpunkte, es sind überall die selben schwierigen Straßenverhältnisse." Ein Streufahrzeug war auf der B 50 bei Niederkail in einen LKW gerutscht. Es konnte allerdings seinen wichtigen Einsatz fortsetzen. In Wittlichs Innenstadt fuhr bei dichtem Schneefall kaum ein Wagen. Einige Ortsunkundige versuchten, den steilen Schlossberg zu bezwingen. Viele mussten umdrehen und entgegen der Einbahnstraße dann durch eine Fahrt durch die Fußgängerzone versuchen, die Stadt zu umrunden.

Mit einer Gesamtschneehöhe von 23 Zentimetern, davon 19 Zentimeter Neuschnee, wurde am Freitag auf dem Petrisberg in Trier die bisherige Rekordhöhe von 29 Zentimetern nur um vier Zentimeter verfehlt. Die 29 Zentimeter Alt- und Neuschnee wurden am 12. Januar 1979 gemessen. Es war die höchste Schneelage seit Beginn der Messungen vor über 50 Jahren.

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