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Reisen während Corona: Ab Donnerstag keine Hochrisikogebiete mehr

Corona-Pandemie : Gute Nachricht für Urlauber: Ab Donnerstag gibt es keine Corona-Risikogebiete mehr (Update)

Luxemburg und Belgien sind bereits seit Sonntag von der Liste gestrichen, ab Donnerstag stuft Deutschland kein Land mehr wegen Corona als Hochrisikogebiet ein. Was das für Reisende bedeutet und wie die Lage in den Nachbarländern ist.

Reisen wird wieder einfacher: Ab Donnerstag hebt Deutschland die Einstufung anderer Länder als Hochrisikogebiete auf. Als Hochrisikogebiete gelten dann nur noch Regionen und Länder, in denen eine ansteckendere Corona-Variante grassiert. Das Robert Koch-Institut (RKI) spricht von „Varianten mit im Vergleich zur Omikron-Variante höheren Virulenz, also krankmachenden Eigenschaften“. Laut RKI erfolgt damit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante. Derzeit stehen noch 40 Länder auf dieser Liste.

Das hat vor allem Auswirkungen für Reisende. Ungeimpfte, die aus diesen Ländern wieder nach Deutschland zurückkehren, müssen nicht mehr in Quarantäne. Derzeit noch gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen. Diese kann frühstens nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test beendet werden. Auch die Pflicht, sich vor der Einreise aus Hochrisikogebieten digital oder mittels eines Formulars anzumelden, entfällt damit.

Was der Wegfall der Hochrisikogebiete für Familien auf Reisen bedeutet

Vor allem für Familien wird damit Reisen wieder einfacher. Viele Kinder unter 12 Jahren sind nicht geimpft. Auch sie müssen derzeit noch in Quarantäne, wenn sie aus einem Hochrisikogebiet einreisen. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Damit gibt es ab Donnerstag offiziell keine wegen Corona ausgesprochenen Reisewarnungen mehr von deutscher Seite.

Das ist die Corona-Lage in Luxemburg und Belgien

Bereits seit Sonntag sind Luxemburg und Belgien keine Hochrisikogebiete mehr. Damit gibt es für diese Länder keine Einschränkungen mehr bei der Ausreise. Wer sich länger als 24 Stunden in den Nachbarländern aufgehalten hat und nicht geimpft ist, musste in Deutschland in Quarantäne. Auch die Pflicht zur Einreiseanmeldung entfällt. Auch Luxemburger und Belgier können damit wieder uneingeschränkt nach Deutschland einreisen. Ein normales Leben in der Grenzregion sei damit wieder möglich, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Mittag in Mainz.

Luxemburg wurde Anfang Januar erneut von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist dort zunächst rasant gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort zeitweise bei weit über 2000. Ende Februar sank der Wert auf rund 500 und lag damit deutlich unter dem in Deutschland, wo die Inzidenz noch immer über 1000 liegt. Am Dienstag wurden in Luxemburg 625 weitere Corona-Infektionen gemeldet. 27 Covid-Patienten werden in Kliniken behandelt, davon sechs auf Intensivstationen.

In Belgien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 372. Ende Januar lag der Wert noch über 3000.