1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

2021 so wenige Tote bei Unfall wie noch nie in Rheinland-Pfalz

Verkehr : Neue Statistik: 2021 so wenige Verkehrstote wie noch nie in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es immer weniger Tote durch Verkehrsunfälle. Als häufigste Ursache gilt immer noch die zu hohe Geschwindigkeit. Das Land will deshalb stärker mit mobilen Blitzern kontrollieren.

Im vergangenen Jahr hat es in Rheinland-Pfalz so wenig Unfalltote im Straßenverkehr gegeben wie nie zuvor. Die Zahl ist zum vierten Mal in Folge gesunken - und lag 2021 bei 117 getöteten Menschen. Vor 50 Jahren war die Zahl der Todesopfer noch auf einem Höchststand von 1241. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle liegt mit mehr als 126.000 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Daten aus der Verkehrsunfallbilanz hat Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Montagnachmittag in Mainz präsentiert.

Geschwindigkeit häufigste Unfallursache

Als häufigste Unfallursachen mit Personenschaden gelten noch immer ein zu geringer Sicherheitsabstand sowie zu hohe Geschwindigkeit. Deshalb sei die intensivere Überwachung der einzig richtige Weg, sagte Lewentz. Das Land will hierbei insbesondere auf sogenannte teilstationäre Blitzeranlagen setzen.

Als Schwerpunkt nannte Lewentz auch die Kontrolle von Motorradfahrern auf Geschwindigkeit und die Lautstärke der Zweiräder etwa auf beliebten Strecken in der Eifel. Ab Mitte des Jahres soll zudem eine Probephase zur Erkennung der Handynutzung von Autofahrern mittels Messgeräten starten.

Dauerziel: Weniger Verkehrstote auf den Straßen

Die positive Entwicklung der Zahlen müsse man allerdings auch im Lichte der Corona-Pandemie betrachten, sagte der Minister. In den vergangenen beiden Jahren hat es deutlich weniger Bewegung auf den Straßen gegeben. Es sei ein erklärtes Dauerziel der Landesregierung, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. „Denn jeder Verkehrstote ist einer zu viel“, sagte Lewentz. Bis 2050 will das Land erreichen, dass kein Mensch mehr sein Leben bei einem Verkehrsunfall verlieren soll.