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24-Stunden-Rennen und „Rock am Ring“

 Trucks fahren vor einer Tribüne des Nürburgrings in einer Kurve. Foto: Thomas Frey/Archiv
Trucks fahren vor einer Tribüne des Nürburgrings in einer Kurve. Foto: Thomas Frey/Archiv
Nürburg. Nach umfangreichen Asphaltarbeiten im Winter auf der legendären Nordschleife startet der Nürburgring mit Motorsport und Musikfestivals in die neue Saison. Bereits in der vergangenen Woche hätten die Touristenfahrten für Besucher mit eigenen Autos begonnen, sagte der Chef der Rennstrecke in der Eifel, Mirco Markfort, am Mittwoch. Von Jens Albes, dpa

Das erste diesjährige Motorsportereignis, das Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft, beginnt am 23. März.

Zu den besonders beliebten Spektakeln 24-Stunden-Rennen und Truck-Grand-Prix qualmen die Reifen wieder vom 20. bis 23. Juni beziehungsweise vom 19. bis 21. Juli. Auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten vom 26. bis 28. Juli beim Sportevent „Rad am Ring“.

Das traditionsreiche Musikfestival „Rock am Ring“ geht vom 7. bis 9. Juni unter anderem mit den Spaßpunkern Die Ärzte sowie den Metal-Bands Slipknot und Tool über die Bühne. Mit Blick auf die 70 000 Besucher im vergangenen Jahr - 17 000 weniger als 2017 - sagte Markfort, es gebe nun mit einem „super Line-up“ nach einem „schwächeren Jahr“ wieder die Chance auf ein volles Haus. Vom 21. bis 25. August folgt am Nürburgring zum dritten Mal das Festival „New Horizons“ mit verschiedensten Stilen der elektronischen Musik.

Ring-Chef Markfort betonte, es sei wirtschaftlich wichtig, dass die Rennstrecke verschiedene Veranstaltungen mit unterschiedlichem Publikum anbiete und somit zahlreiche Standbeine habe. Er ergänzte: „Wir sind ein gesundes mittelständisches Unternehmen, das tiefschwarze Zahlen schreibt.“ Die neue Asphaltierung von fast drei Kilometern Nordschleife und der Bau weiterer Fangzäune machten den historischen Rundkurs sicherer.

Weniger optimistisch äußerte sich Markfort zur abgewanderten Formel 1 - sie werde vorerst nicht an den Nürburgring zurückkehren. Es gebe derzeit „kein tragfähiges Modell“ mit dem Veranstalter und Formel-1-Besitzer Liberty Media für die Eifel. „Wir werden die Rahmenbedingungen beobachten“, ergänzte der Nürburgring-Geschäftsführer. In den kommenden Jahren könne er sich neue Gespräche mit Liberty Media vorstellen.

Die Eifel-Rennstrecke war 1927 eröffnet worden. Die Privatfinanzierung eines zu großen Freizeitparks am damals noch staatlichen Nürburgring platzte 2009 spektakulär. Später kaufte ein Autozulieferer den Ring, dann stieg ein russischer Investor ein.

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