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31-Jähriger wegen Misshandlung von zehnjähriger Stieftochter zu Gefängnisstrafe verurteilt

31-Jähriger wegen Misshandlung von zehnjähriger Stieftochter zu Gefängnisstrafe verurteilt

Zu drei Jahren und acht Monaten Haft hat das Landgericht Trier am Dienstag einen 31-jährigen Mann aus dem Raum Wittlich verurteilt. Er hatte seine damals zehnjährige Stieftochter über Monate hinweg brutal misshandelt.

Die Liste der Gewalttätigkeiten, die ein zehnjähriges Mädchen monatelang ertragen musste und über die das Landgericht Trier am Dienstag zu urteilen hatte, ist ebenso lang wie erschreckend. Der Zivilangestellte der US-Streitkräfte soll zwischen Oktober 2014 und November 2015 die damals zehnjährige Stieftochter mehrmals durch Schläge mit einem Gürtel und Faust gegen Kopf und Bauch geschlagen haben. Zudem habe der 31-Jährige, dessen Mutter als US-Soldatin häufig außer Haus gewesen sei und dem Stiefvater daher das Mädchen anvertraut hatte, das Mädchen bis zur Ohnmacht in der Armbeuge gewürgt.

Die Übergriffe hörten nicht auf. Der Mann soll den Kopf des Kindes in einer Badewanne unter Wasser gedrückt haben. Bei einer anderen Gelegenheit soll er die Zehnjährige genötigt haben, Händedesinfektionsmittel herunterzuschlucken und sie an den Händen gefesselt. Anschließend stülpte er laut Anklageschrift kurzzeitig eine Plastiktüte über den Kopf, bis sie keine Luft mehr bekam.

Der bisher nicht vorbestrafte Angeklagte war seit Dezember 2015 in Untersuchungshaft, der Prozess begann Anfang Juni . Das Landgericht Trier verurteilte ihn am Dienstag wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen in zwölf Fällen, davon in vier Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten Gefängnis.