Ab in die Ferne oder gemütlich über die Wellen schippern

Ab in die Ferne oder gemütlich über die Wellen schippern

In den nächsten Tagen heißt es für viele wieder Koffer packen, ab in den Urlaub. Aber wohin geht die Reise in diesem Jahr? Der TV hat bei einigen Reisebüros in der Region nachgefragt.

Trier. Nicht alle stehen auf Sonne, Strand und Baden im Meer. Viele suchen auch im Urlaub das Abenteuer. Henrike Kammerer, die ein Reisebüro in Wittlich betreibt, stellt den Trend zu außergewöhnlichen Reisen fest: Safari in Tansania mit Übernachtungen im Zelt, eine Motorradtour auf einer Harley Davidson durch den Wilden Westen, eine geführte Alpenüberquerung von München nach Venedig oder eine Rundreise durch Indien. Die meisten Urlauber jedoch setzen auf die Klassiker: "Spanien, Türkei und Griechenland", sagt Kammerer.
Das bestätigen auch Michael Hammes vom Kylltal-Reisebüro in Trier und Verena Schmitz vom Reisebüro im Bungert in Wittlich. Vor allem griechische Inseln seien in diesem Jahr besonders gefragt, sagt Hammes.
Fast alle vom TV befragten Reisebüros in der Region verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Kreuzfahrten. Mittelmeer-kreuzfahrten gehörten zu den beliebtesten Sommerzielen in diesem Jahr, sagt Schmitz. "Für Familien sind Kreuzfahrten wegen der Kinderfestpreise und vielen Inklusivleistungen interessant", erklärt Reiseexperte Hammes. Zudem seien die Kanaren, aber auch Deutschland und Österreich in diesem Jahr gut gebucht, sagt Jörg Scharff von Scharff-Reisen in Bitburg.
Für alle, die jetzt gleich am Wochenende in den Urlaub starten wollen, empfiehlt der ADAC, rechtzeitig loszufahren. Wegen des gleichzeitigen Ferienbeginns in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland drohten lange Staus. Vor allem auf den Hauptreiserouten Richtung Süden und zur Küste (siehe Bericht unten: "Wichtigste Urlaubsrouten"). Daher sollten sich die Urlauber auf Zwangspausen einrichten und auf jeden Fall genügend zu trinken und zu essen einpacken. Wer kann, soll die Hauptreisezeiten am heutigen Freitag oder Samstag meiden, rät der ADAC.Schlangen an Terminals


Auch an den Flughäfen dürfte es an diesem Wochenende zu längeren Schlangen und Wartezeiten kommen. Am Frankfurter Flughafen wird mit 200 000 Passagieren pro Tag gerechnet, deutlich mehr als sonst. Daher sollten die Reisenden frühzeitig zum Flughafen kommen, spätestens zweieinhalb Stunden vor dem Abflug. Auch der Flughafen Hahn rechnet an diesem Wochenende mit einem Ansturm. Auf der Internetseite wird Reisenden empfohlen, spätestens zwei Stunden vor dem Check-in am Flughafen zu sein. Auch am Luxemburger Flughafen dürfte in den nächsten Tagen mehr los sein als sonst. Auch dort sollte man mit längeren Wartezeiten rechnen.
Der späte Ferienbeginn in diesem Jahr hat den Vorteil, dass vor allem in der zweiten Hälfte der Sommerferien viele Urlaubsziele nicht mehr so überlaufen sein dürften. In einigen Bundesländern wie etwa in Nordrhein-Westfalen beginnt in drei Wochen bereits wieder die Schule. Und für die Reisebüros in der Region ist die Sommersaison ohnehin schon gelaufen. "Viele denken seit Wochen schon an die kommende Wintersaison. Hier werden die Malediven, die Kapverden und die karibischen Inseln stark nachgefragt und gebucht", sagt Verena Schmitz vom Reisebüro im Bungert in Wittlich.
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