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Ab wann gilt das "9-Euro-Ticket"? Für neun Euro mit Bus und Bahn quer durch Deutschland

Nahverkehr : Ab Juni: Für neun Euro mit Bus und Bahn quer durch Deutschland

Für neun Euro einen Monat lang mit Bus und Bahn im Nahverkehr quer durch Deutschland? Ab Juni soll das für drei Monate lang möglich sein. Derweil entlastet Luxemburg die Autofahrer: Der Spritpreis wird gesenkt.

Das Ticket, das Bestandteil des von der Bundesregierung beschlossenen Energientlastungspaketes ist, soll nach Mitteilung der stellvertretenden Vorsitzenden des Bundestags-Verkehrsausschusses, Nyke Slawik, deutschlandweit gelten. Das heißt: Besitzer des 9-Euro-Tickets könnten ab Juni etwa von Trier mit dem Nahverkehr nach Berlin oder Hamburg fahren. Auch sogenannte Bestandskunden, also Inhaber von Jahres-, Monats-, Studenten und Schüler-Abos sollen davon profitieren, ohne dass sie ihr Abo kündigen müssen.

Im Bereich des Verkehrverbunds Region Trier (VRT) wurden im vergangenen Jahr über 26.000 Schüler-Tickets verkauft. Hinzu kommen noch über 3000 Kunden von Job- und sogenannten Mobiltickets. Es sei nicht nötig, Dauerkarten zu kündigen, sagte eine VRT-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. Das gelte auch für JobTicket-Abonnenten oder Schüler-Abos: „Es wird an einer pragmatischen Lösung auch für Bestandskunden gearbeitet.“ Verkauft werden sollen die Billig-Tickets sowohl übers Internet als auch an Fahrkarten-Automaten. Zu den konkreten Umsetzungsplänen konnte die VRT-Sprecherin am Dienstag allerdings noch nicht sagen. Bund und Länder müssten dazu zunächst einmal verbindliche Regeln festlegen.

Und diese rangen wohl am Dienstag um die Kosten für das 9-Euro-Ticket. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, fordern die Länder vom Bund 5,6 Milliarden Euro zur Stützung und Stärkung des ÖPNV. Darin enthalten sind auch die Kosten für das geplante 9-Euro-Ticket für drei Monate. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte zugesagt, dass der Bund die Kosten dafür übernimmt, er hatte von 2,5 Milliarden Euro gesprochen. Aus dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium war am Dienstag keine Stellungnahme zum Stand der Verhandlungen zu bekommen.

Ebenfalls ab Juni sollen auch die Spritpreise in Deutschland gesenkt werden. Bis Ende August soll die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden. Nach früheren Angaben von Bundesfinanzminister Christian Lindner soll das bei Benzin 30 Cent und bei Diesel 14 Cent pro Liter ausmachen. Mittlerweile haben die Spritpreise wieder etwas nachgegeben. Sie liegen im bundesweiten Schnitt wieder unter zwei Euro je Liter, in Daun etwa kostete Super am Dienstag rund 1,95 und Diesel rund 1,89 Euro. In Trier verharren die Preise an den Zapfsäulen über der Zwei-Euro-Marke.

Gute Nachrichten für alle, die in Luxemburg tanken. Dort fallen die Spritpreise ab Mittwoch - und zwar um 7,5 Cent je Liter. Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten sich auf das Entlastungspaket geeinigt. In Frankreich wurden die Kraftstoffpreise bereits zum 1. April gesenkt.