Abzocke: Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Abzocke: Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Ein Renter aus der Verbandsgemeinde Konz (Kreis Trier-Saarburg) ist im Glauben, er habe bei einem Preisausschreiben ein Auto gewonnen, geprellt worden. Für den Erhalt des Gewinns überwies der Mann eine "Gebühr" in die Türkei. Die Polizei warnt vor solchen betrügerischen Gewinnmitteiilungen.

(red) Insbesondere ältere Menschen seien das Ziel der betrügerischen Gewinnmitteilungen, teilte die Polizei mit. Als Köder benutzten die Täter die Aussicht auf ein neues Auto oder Bargeld. Auch bei Senioren in der Region seien solche Anrufe eingegangen. Den Rentner aus der Verbandsgemeinde Konz haben die Täter auf diese Weise um über 2.000 Euro betrogen. Eine weitere Geldüberweisung, die schon in Auftrag gegeben war, konnte nach Einschalten der Polizei wieder rückgängig gemacht werden.

Laut Polizei ist die Betrugsmasche nicht neu: Die Opfer erhalten den Anruf eines angeblichen Notars, der ihnen mitteilt, dass sie an einem Preisausschreiben teilgenommen und ein neues Auto gewonnen hätten. Wahlweise könnten sie sich auch eine entsprechende Summe an Bargeld auszahlen lassen. Damit der „Gewinn“ auch ordnungsgemäß überreicht werden könne, werden die angeblichen Gewinner aufgefordert, eine „Verwaltungsgebühr“ in die Türkei zu überweisen. Dazu sollen die Gewinner einen so genannten Bargeld-Transfer vornehmen, bei dem Geld in Deutschland bar eingezahlt und über eine Finanzdienstleistungsgesellschaft direkt an den Empfänger ausgezahlt wird.

Dass die Adressaten dieser Gewinnmitteilung weder den angeblichen Gewinn erhalten noch die „Verwaltungsgebühr“ jemals wiedersehen, ist in aller Regel das Ergebnis dieser Betrugsmasche.

Nach den Ermittlungen der Polizei sollen weitere Menschen – zumeist ältere Personen – gleichgelagerte Anrufe erhalten und versucht haben, Geld auf die gleiche Art und Weise in die Türkei zu überweisen.

Diese Personen und weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit der Kripo Trier, Telefon 0651/2019-243 oder 0651/9779-2290 in Verbindung zu setzen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und insbesondere davor, Geld an Unbekannte zu überweisen.

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