Adventstrends: Christbäume gibt’s schon ab zwölf Euro

Weihnachten : Adventstrends: Christbäume gibt’s schon ab zwölf Euro

Wegen ihrer weichen Nadeln ist besonders die Nordmanntanne beliebt. Die Preise bleiben stabil. Der TV erklärt, was sonst noch an Weihnachten im Trend liegt.

Wer sich den Ferrari unter dem Weihnachtsbaum wünscht – eine gerade gewachsene, formschöne Nordmanntanne mit weichen Nadeln – muss dafür nicht mehr zahlen als im Vorjahr. 18 bis 23 Euro kosten die beliebten Bäume landesweit pro Meter. In der Vulkaneifel sind sie sogar schon ab 15 Euro zu haben.

„Es sind ausreichend Bäume auf dem Markt“, erklärt Uwe Bösen von der gleichnamigen Trierer Baumschule. Das dürfte auch daran liegen, dass nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 viele Flächen mit Tannenbäumchen aufgeforstet wurden, die nun erntereif sind. Dank der intensiven Niederschläge im Sommer und Herbst sind sie zudem prima gewachsen. Bösen rechnet damit, dass es für den gleichen Preis dieses Jahr bessere Qualität gibt – und dass weniger schöne Stücke stehen bleiben.

Der Weihnachtsbaumverkauf ist vielerorts bereits in vollem Gange. „Es fängt immer früher an“, sagt Anneliese Ernst, die am Wolsfelderberg eine Baumschule betreibt. Ein Trend, den auch Bösen feststellt. Das liege daran, dass die Menschen das schöne Weihnachtsgefühl länger genießen wollen. Oder daran, dass sie trotz ihres Skiurlaubs noch etwas vom Baum haben wollen. Und da kommt die Nordmanntanne ins Spiel, die 70 Prozent aller Weihnachtsbäume stellt: Sie nadelt auch nach Wochen kaum und piekst zudem nicht so sehr wie andere Koniferen. Weniger gefragt ist die Blaufichte, bei der ein Meter bereits ab zwölf Euro zu haben ist. Gemeine Rotfichten sind fast gar nicht mehr gefragt. Einen künstlichen Weihnachtsbaum stellen sich laut Waldbesitzerverband zehn bis 15 Prozent der Haushalte ins Wohnzimmer.

Hildegard Feltes (links) interessiert sich für eine Nordmanntanne und diskutiert mit Rosemarie Brosa. Foto: TV/Friedemann Vetter

Nach wie vor geht der Trend zum Zweit- oder Drittbaum: Einer kommt in den Garten oder auf den Balkon. Ein weiterer ins Wohnzimmer. Und ein Dritter womöglich ins Kinderzimmer.

Allerdings gibt es trotz dieser Trends  regionale Unterschiede. So berichten Anneliese Ernst und Michael Peters vom Tannenhof in Neroth, dass die meisten Eifeler Kunden Bäume kaufen, die mindestens zwei Meter hoch sind. Denn auf dem Land sind die Wohnzimmer groß. In Trier oder in Saarburg hingegen, wo es viele Singlehaushalte und kleinere Wohnungen gibt, sind schmale Exemplare um die 1,50 Meter gefragt.

Wer besonders grünes Tannengrün möchte, kann auch zu einem Biobaum greifen. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das zertifizierte Weihnachtsbäume anbietet, die ohne Pestizide, Herbizide oder Mineraldünger gewachsen sind. Eines der Pilot-Forstämter war Trier, das die Ökotannen für 25 Euro pro Meter auch zum Selberschlagen anbietet. Auch das ist beliebt – jedoch stark vom Wetter abhängig. Frost und Schnee sind gefragt. Stattdessen gibt es derzeit vor allem Matsch und Nieselregen. Und so bringen sich die Menschen mit dem passenden Grün eben drinnen in Weihnachtsstimmung.