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Aktion #OutInChurch – Trierer Generalvikar begrüßt Coming-Out

Katholische Kirche : Aktion #OutInChurch – Trierer Generalvikar begrüßt Massen-Coming-Out

Anfang der Woche hatten sich 125 Mitarbeitende der katholischen Kirche als queer geoutet. Der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg begrüßt das Coming-Out nun ausdrücklich.

Der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg hat die Aktion "#OutInChurch" begrüßt. „Queere Menschen sollen in unserer Kirche eine Heimat haben“, sagte der Verwaltungschef des Bistum am Dienstag. Die Aktion zeige die Wirklichkeit von sexueller Vielfalt in der Kirche und unter den kirchlichen Mitarbeitenden auf. Die von den Initiatoren der Aktion benannten Forderungen spielen laut Plettenberg auch beim Synodalen Weg eine wichtige Rolle. Im Bistum Trier sei in Folge der Bistumssynode der Arbeitskreis ‚Sexuelle und geschlechtliche Identität in der Pastoral‘ gegründet worden. Dies heiße auch gemeinsam zu überlegen, wo Veränderungen in Bezug auf Sexualmoral und kirchliches Arbeitsrecht notwendig seien. Menschen, die sich der sogenannten LSBTIQ-Community zugehörig fühlten und ihr Leben und Arbeiten aus dem christlichen Glauben heraus gestalten wollten, sollen nach Ansicht des Trierer Generalvikars in der Kirche natürlich eine Heimat haben und keine Repressionen fürchten müssen.

Kirche: 125 Menschen hatten sich geoutet

Im Rahmen der Initiative "#OutInChurch" sowie einer Fernsehdokumentation hatten sich zu Wochenbeginn 125 Menschen in der katholischen Kirche geoutet, darunter auch Mitarbeiter aus dem Bistum Trier. Viele von ihnen sind haupt- oder ehrenamtlich in der Kirche tätig und zugleich Teil der queeren Community. Die Initiative fordert unter anderem, das kirchliche Arbeitsrecht so zu ändern, "dass ein Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität" nicht zur Kündigung führe. 

Im Namen der Deutschen Bischofskonferenz erklärte der Aachener Bischof (und ehemalige Trierer Weihbischof) Helmut Dieser, die Initiative sei ein Zeichen dafür, dass man daran arbeite, ein Klima der Angstfreiheit in der Kirche entstehen zu lassen.