Neuer Ministerpräsident Alexander Schweitzer über künftiges Spitzenamt: „Das war nicht immer mein Lebensziel“

Interview | Mainz · Nach elf Jahren will Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch an den Pfälzer Alexander Schweitzer übergeben. Welche Rolle seine Herkunft spielt, was er anders machen will als Dreyer und ob er lieber seine Vorgängerin oder Kurt Beck um Rat fragen wird, erklärt er im großen Interview mit dem Trierischen Volksfreund.

 Alexander Schweitzer soll am Mittwoch in Mainz als Nachfolger von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gewählt werden.

Alexander Schweitzer soll am Mittwoch in Mainz als Nachfolger von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gewählt werden.

Foto: dpa/Boris Roessler

Wie das ist, wenn man nach vielen Jahren in der Landespartei, im Landtag, in der Landesregierung endlich gefragt wird, ob man Ministerpräsident (MP) werden möchte? Alexander Schweitzer hat nicht gleich „Hurra“ geantwortet, wie er im Interview mit unserer Zeitung erklärt. Seine Freude aber, die hat man ihm angesehen, als er zum ersten Mal die Bühne als designierter Regierungschef betreten hat. Über Jahre war Schweitzer immer wieder nachgesagt worden, ein Auge auf das MP-Amt geworfen zu haben. Lange führte er deshalb quasi den Beinamen Kronprinz. Schweitzer aber spricht nicht von einem „Lebensziel“. Das habe sich vielmehr aus seiner Bereitschaft ergeben, Verantwortung zu übernehmen. Am morgigen Mittwoch dann soll ihm der rheinland-pfälzische Landtag diese Verantwortung tatsächlich übertragen. Nach dem Rücktritt von Malu Dreyer (SPD) werden die Abgeordneten ihren Nachfolger wählen. Was Alexander Schweitzer für die Zeit danach plant, erklärt er im großen Interview.