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Angestellte Lehrer streiken landesweit für mehr Gehalt

Angestellte Lehrer streiken landesweit für mehr Gehalt

Rund 2000 angestellte Lehrer, Straßenwärter und weitere Landesbeschäftigte haben gestern in Rheinland-Pfalz gestreikt. Die Region Trier war ebenfalls betroffen: Rund 50 Lehrer legten ihre Arbeit für einen Tag nieder und demonstrierten in Mainz.

Trier/Mainz. (alo/dpa) Nach Warnstreiks in anderen Bundesländern war der öffentliche Dienst gestern auch in Rheinland-Pfalz betroffen. Rund 2000 Landesbeschäftigte beteiligten sich an einem Marsch durch die Mainzer Innenstadt.

Aus dem Raum Trier reisten allein mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft etwa 100 Menschen an. Ihre Forderungen: ein Plus von monatlich 50 Euro und eine Erhöhung von drei Prozent bei Löhnen und Gehältern.

Mit dabei waren etwa 50 angestellte Lehrer aus der Region Trier, die im Gegensatz zu ihren Beamten-Kollegen streiken dürfen. Allein fünf streikende Lehrer unterrichten gewöhnlich bei der Treverer-Förderschule für motorische Entwicklung in Trier. "Das sind weniger Streikende, als wir dachten", sagt Schulleiter Franz-Josef Schwaller. Trotzdem kam es zu Ausfällen: Eine Klasse musste zu Hause bleiben, ebenso wie einzelne Schüler, die individueller Betreuung bedurft hätten. "Wir haben das aber mit den Eltern abgesprochen, und es hat problemlos geklappt", sagt Schwaller.

Auch in einzelnen Verwaltungen wirkte sich der Streit aus - wie im Landesuntersuchungsamt in Trier. Acht Mitarbeiter machten laut Pressesprecherin Kerstin Stiefel bei dem Streik mit. Auch an der Universität waren laut dem dortigen Pressesprecher Peter Kuntz einige Mitarbeiter am Streik beteiligt.

Ministerpräsident Kurt Beck erklärte, er verstehe, dass die Gewerkschaften ihre Mitglieder am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben lassen wollten. Man müsse aber auch die Schuldenbremse für die Länderhaushalte ab 2020 beachten. Uwe Klemens, Landeschef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, kritisierte, die Länder schnürten sich mit der Schuldenbremse die Luft ab, was auch zu Lasten der Menschen gehe. Die Verhandlungen gehen nächste Woche weiter.