Anhörungsphase zur Strukturreform im Bistum Trier gestartet

Anhörungsphase zur Strukturreform im Bistum Trier gestartet

Zu dem geplanten Neuzuschnitt der Pfarreien im Bistum Trier ist eine Anhörungsphase angelaufen: Bis zum 31. Mai könnten amtierende Gremien und angeschriebene Personen Stellungnahmen zu der Strukturreform abgegeben, teilte das Bistum Trier am Donnerstag mit.

Zuvor seien mehr als 5000 Gremienmitglieder bei 34 Info-Veranstaltungen über die Pläne unterrichtet worden. Die Anhörung ist kirchenrechtlich vorgesehen, bevor der Trierer Bischof Stephan Ackermann die neuen Pfarreien endgültig errichten kann.

Das Bistum Trier will in zwei Stufen 35 Großpfarreien bilden, die 887 kleine Pfarreien ablösen sollen, die in 173 Pfarreiengemeinschaften zusammengefasst sind. In einem ersten Schritt sollen Anfang 2020 die ersten 15 Einheiten an den Start gehen. Die weiteren Großpfarreien folgen laut Plan spätestens bis Anfang 2022. 25 der geplanten Pfarreien liegen in Rheinland-Pfalz, 10 im Saarland.

Die Pläne beruhen auf einem Reformpaket, das eine Synode Ende April 2016 für das Bistum beschlossen hatte. Die Neuaufstellung hatte das Gremium auch angesichts sinkender Priester- und Mitgliederzahlen beschlossen. Der Umbau sieht auch Änderungen in der Arbeitsweise der Gremien und bei der Vermögensverwaltung vor.

Generalvikar Ulrich von Plettenberg teilte mit, die Reaktionen bei den Veranstaltungen seien vielfältig gewesen. Neben Begeisterung habe es auch Kritik und Ablehnung gegeben. „Es macht mich nachdenklich zu sehen, dass viele Menschen noch sehr in den alten Strukturen und den bisherigen Denkweisen „verhaftet“ sind. Es fällt manchen schwer, die Perspektivwechsel der Synode mitzuvollziehen.“

Stand der Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Anhörung

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