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Auch 2015 war für die Windkraft ein Boomjahr

Auch 2015 war für die Windkraft ein Boomjahr

Berlin. Die Windenergie hat auch 2015 wieder einen Boom erlebt.

Insgesamt trägt sie jetzt mit zwölf Prozent zum Stromverbrauch bei. 45 000 Megawatt Leistung sind installiert. Dreimal so viel wie die Atomkraftwerke. Allerdings erzeugen Windräder nicht so gleichmäßig Strom. Nach der weit kleineren Offshore-Industrie, die vor zwei Wochen ihre Zahlen präsentiert hatte, meldete sich gestern der Bundesverband Wind-Energie mit seiner Bilanz für die Landseite zu Wort. Dort stehen jetzt rund 26 000 Windräder mit 41 650 Megawatt Leistung. Im vergangenen Jahr kamen 1368 Anlagen mit 3730 Megawatt Leistung hinzu, allerdings wurden auch alte abgebaut, so dass ein Nettozuwachs von 3535 Megawatt bleibt. Die Statistik zeigt, dass der technische Fortschritt immer noch anhält. So sind die Windräder höher geworden, um sechs Prozent auf jetzt 123 Meter Nabenhöhe. Die Rotorblätter haben einen Durchmesser von gewaltigen 105 Metern (ebenfalls plus sechs Prozent). Entsprechend ist auch die durchschnittliche Leistung angestiegen, auf 2,72 Megawatt (plus zwei Prozent).
Besonderheiten gibt es bei der regionalen Verteilung: Baden-Württemberg machte mit 144 Megawatt oder 52 neuen Windrädern einen Sprung nach vorn. Die Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr versiebenfacht - spätes Ergebnis des grün-roten Regierungswechsels im Jahr 2011. Im anderen Wahlkampfland Rheinland-Pfalz haben sich trotz rot-grüner Landesregierung die Zubauzahlen im letzten Jahr mehr als halbiert, von 462 Megawatt auf 201.
2015 war nach 2014 das zweitbeste Jahr überhaupt für die Branche, die aber mittelfristige Sorgen plagen. Sie möchte gern kontinuierlich 4400 Megawatt pro Jahr errichten dürfen, was sich allerdings mit den Rahmenvorgaben der Bundesregierung - 2500 Megawatt - beißt. wk