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Auf Augenhöhe mit Passat und Co.

Auf Augenhöhe mit Passat und Co.

Er ist noch nicht einmal auf dem Markt, da hat er schon die ersten Preise und Auszeichnungen erhalten. 150 unabhängige Fuhrparkleiter hatten den neuen Ford Mondeo fast zwei Monate vor seiner Markeinführung am übernächsten Wochenende (16. Juni) zum "Firmenauto des Jahres" gewählt.

Dass sich die neue Kölner Mittelklasse gegen Konkurrenten wie Audi A 4 oder die Mercedes-C-Klasse durchsetzte, dürfte Ford hoffnungsfroh stimmen. Waren bisher in erster Linie der Golf-Konkurrent Focus und der kompakte Van C-Max dafür verantwortlich, dass Ford sich allmählich aus der Talsohle verabschiedete, so soll die dritte Mondeo-Generation als "das anspruchsvollste Fahrzeug, das Ford in diesem Segment je angeboten hat" (Entwicklungs-chef Joe Bakaj), dafür sorgen, dass die Konkurrenz wie VW Passat oder Opel Vectra nicht nur eingeholt sondern sogar überholt wird.Vor allem der VW Passat ist den Kölnern längst davongefahren. Volkswagen hat mehr als viermal so viele Mittelklasse-Autos: 21,3 Prozent dieses Segmentes gehen an die Wolfsburger, den Kölnern bleiben gerade mal 5,2 Prozent. Um dies zu ändern, hat Ford sich für das neue Mittelklasse-Modell in allen Fahrzeug-Varianten mächtig ins Zeug gelegt. Von größter Bedeutung ist für Ford dabei das Kombi-Segment, traditionell "Turnier" genannt.Im belgischen Genk, dort, wo auch die Modellreihen Galaxy und S-Max entstehen, hat man den neuen Mondeo Turnier seines Lastesel-Images beraubt und einen Lifestyle-Cruiser mit viel Raum gefertigt, der die neue Ford-Formensprache des "Kinetic Design" wiedergibt. Das neue Gesicht mit dem kräftig konturierten Kühlergrill und einer optisch davon deutlich getrennten Motorhaube verspricht mächtige Muskeln. Gehobener Anspruch der Mittelklasse

Im Heck bleibt es zwar bei der sprichwörtlich großen Klappe, die rechtwinklig ausgeschnitten ist und bis weit in den Stoßfänger reicht, doch neigt sich die Heckpartie nun ab er Scheibe elegant etwas mehr nach vorn. Die Flanke besticht mit deutlich ausgeformten Radläufen, einer markanten Sicke oberhalb des Seitenschwellers und einer starken Schulter. Dadurch wirkt der Mondeo elegant und sportlich zugleich.Der neue Mondeo zeichnet sich zudem durch erheblich mehr Hightech an Bord aus. Starterknopf statt Schlüssel, Sprachsteuerung und Abstands-Regeltempomat: Das sind kleine, aber feine Features, die man in einem Ford der Mittelklasse bisher vergeblich gesucht hat. Dämpfung und Federung sind noch einen Tick harmonischer abgestimmt als beim Vorgänger. Die Wahl der Motoren (vier Benziner und drei Diesel mit serienmäßigem Rußpartikel-Filter) verdeutlicht ebenfalls den gehobenen Anspruch der neuen Mittelklasse-Reihe, obwohl erstmals ein prestigeträchtiger Sechszylinder fehlt. An der Spitze rangiert der aus dem Focus ST bekannte Fünfzylinder-Turbo, der 220 PS auf die Kurbelwelle stemmt und an die 250 km/h-Grenze reicht. Außerdem wird, wie im S-Max, der zwei Liter große Diesel aus der Kooperation mit Peugeot und Citroën angeboten, der in den Vans 130 oder 140 PS leistet. Ford will sich auch die Kundschaft, die über einen etwas kleineren Geldbeutel verfügt, nicht verprellen. Deshalb gibt es den Mondeo zur Markteinführung auch als 1,6-Liter-Benziner und 1,8-Liter-Diesel mit jeweils 100 PS. Im James-Bond-Thriller "Casino Royal" hatte der neue Mondeo bereits seinen ersten Auftritt, nicht nur für James-Bond-Fans wird er ab Mitte Juni zu Preisen ab 21 990 Euro für die Fließheckvariante mit 110 PS in den Schauräumen der regionalen Ford-Händler stehen. Der Turnier startet mit ebenfalls 110 PS ab 22 500 Euro. Anstelle des manuellen Schaltgetriebes bietet Ford für 2000 Euro Aufpreis das Automatikgetriebe Durashift-6-tronic an.