Auf Malu Dreyer warten kritische Fragen

Auf Malu Dreyer warten kritische Fragen

Malu Dreyer steht heute erneut im Fokus des Hahn-Debakels. In einer politischen Sondersitzung in Mainz geht es um die Frage, ob die rheinland-pfälzische Landeschefin Einfluss auf den Flughafen-Verkauf genommen hat.

Hahn/Mainz. Es ist derzeit die spannendeste Frage der rheinland-pfälzischen Landespolitik: Was ist passiert am 19. Mai? An dem Tag erfuhr das Innenministerium von einem Gesellschafterwechsel bei SYT, die den Flughafen Hahn kaufen wollte. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG kritisierte später in einem Brief an die Landesregierung, die Verhandlungen seien auch deswegen nicht unterbrochen worden, weil Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) Zeitdruck gemacht habe. Dreyer dementiert das.
Rechtfertigen muss sich die Landeschefin heute in einer Sondersitzung von vier Ausschüssen in Mainz. CDU-Fraktionsvize Alexander Licht fordert: "Die Ministerpräsidentin soll sich zu ihrer Verantwortung bekennen." Dreyer sagt, sie habe sich nichts vorzuwerfen. Die Verhandlungen mit der SYT waren gescheitert. Derzeit läuft das zweite Bieterverfahren um den Hahn.
Die Flughafengesellschaft im Hunsrück hat derweil mit ihrem Hauptkunden Ryanair über eine fünfjährige Fortsetzung des Vertrags verhandelt und die Verhandlungen inzwischen abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro sagte außerdem, das Geld am finanziell klammen Flughafen reiche noch bis Ende Oktober. Bislang war von Ende September die Rede. flor/dpa

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