Auswahl vor den Ferien

MAINZ. (win) Noch vor den Sommerferien erwartet Bildungsministerin Doris Ahnen eine Vorentscheidung, an welchem Gymnasium in Trier die Schule für Hochbegabtenförderung 2005 startet.

Bis Mitte Juni haben die Trierer Gymnasien Zeit, sich mit einem Konzept als Standort für die geplante Hochbegabtenschule zu bewerben. Ein Auswahlgremium werde ihr hoffentlich noch vor den Sommerferien einen Vorschlag präsentieren, sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) im Landtag. Eine Entscheidung über den Standort könne dann relativ rasch erfolgen, so die Ministerin zum TV . Insgesamt sollen bis 2006 landesweit vier Schulen für Hochbegabtenförderung mit internationaler Ausrichtung eingerichtet werden. Den Betrieb mit mehr als 20 Schülern bereits aufgenommen hat zu Beginn des Schuljahres der weitgehend selbstständige Schulzweig am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern. Nach den Sommerferien startet das Gymnasium Mainz-Gonsenheim mit ebenfalls rund 20 Schülern in einer fünften Klasse. Nach Trier (2005) soll 2006 auch in Koblenz eine Schule folgen. An den Eliteschulen werden Abitur und ein zweiter internationaler Abschluss bereits nach 11,5 Schuljahren vergeben. Zum Konzept gehören zweisprachiger Unterricht, eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen am Ort sowie besondere Förderangebote und Unterrichtsformen. Die FDP lobte das Engagement der Nikolaus-Koch-Stiftung beim geplanten Aufbau der Hochbegabtenschule in Trier. Die Stiftung will ein Beratungs- und Kompetenzzentrum errichten und bei Bedarf auch den Aufbau eines Internats unterstützen. Nicht nur mit der internationalen Ausrichtung ergeben sich für die Schule in der Grenzregion nach Auffassung der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Nicole Morsblech hervorragende Perspektiven. Auch der an der Uni Trier ausgeschriebene Lehrstuhl für Hochbegabtenforschung könne interessante Chancen für eine Zusammenarbeit eröffnen.

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