Baldauf und der Badeschlappen

Nanu, warum läuft ein Spitzenpolitiker im feinen Anzug, aber mit einem Badeschlappen herum? CDU-Chef Christian Baldauf verzieht bei dieser Frage das Gesicht. Das sei ein bisschen peinlich, verrät er, und erzählt von einem Missgeschick.

Seit neuestem ziert das Modell "Adilette" seinen Fuß, weil er ausgerutscht ist. Nicht auf dem tückischen politischen Parkett, sondern vor der eigenen Haustür. Schuld seien die glatten Ledersohlen seiner Schuhe und der strömende Regen gewesen. Nun hat der Christdemokrat einen dreifachen Bänderriss, trägt eine Schiene und darf seinen Fuß in besagtem Badeschlappen Frischluft atmen lassen. Schon frohlockt die SPD, der CDU-Chef sei eben nicht standfest.

Kurioses wie dieses ist nur selten sichtbar. Häufig kommen aber jemandem flotte Sprüche über die Lippen. "Ich stelle fest: Schmitt reizt Eymael", sagt die SPD-Abgeordnete Astrid Schmitt am Freitag im Untersuchungsausschuss Nürburgring zu FDP-Mann Günter Eymael. Gemeint ist mitnichten eine gewisse Anziehungskraft zwischen den beiden. Vielmehr hat die "böse" Daunerin den Liberalen ein bisschen in Rage gebracht und der herzlichen Abneigung der Sozialdemokraten gegenüber dem ehemaligen Staatssekretär Ausdruck verliehen.

Der Ministeriale Lothar Kaufmann vergnügt das Gremium, das nach stundenlanger Sitzung nach Amüsement dürstet, auf eine andere Art. Befragt nach den Gutachten, die den deutlich nach unten korrigierten Besucherprognosen für das neue Freizeitzentrum am Ring zugrunde lagen, verkündet er eine alte Bergmannsweisheit: "Hinter der Hacke ist es immer dunkel."