Banken reagieren auf Ausspäh-Attacken

Banken reagieren auf Ausspäh-Attacken

Sparkassen und Banken reagieren auf Ausspäh-Attacken, das sogenannte Skimming. Viele Kreditkarten haben bereits einen besonderen Chip, der vor solchen Attacken schützen soll. Oder sie limitieren die Auslandsabhebungen von den Karten.

Trier. Skimming-Attacken, wie kürzlich an einem Geldautomaten der Sparkasse Trier in Kell am See (der TV berichtete), sind eher die Ausnahme. Die Zahl der Ausspäh-Angriffe sei bundesweit von 251 im Jahr 2012 auf 84 im vergangenen Jahr gesunken, sagt Christiane Becker vom Sparkassenverband Rheinland-Pfalz. Mit ein Grund dafür sei die europaweite Einführung von sicheren Chips auf den Geld- und Kreditkarten. Die sogenannten EMV-Chips sollen verhindern, dass die darauf gespeicherten Daten von Kriminellen kopiert und damit für illegale Abhebungen missbraucht werden. Allerdings gilt diese Sicherungsvorkehrung noch nicht weltweit.
Daher setzen die Sparkassen und andere Banken für die Übergangsfrist bis zur weltweiten Einführung des EMV-Chips auf zusätzliche Schutzmaßnahmen, etwa einen Betrugsschutz (Fraud Shield). Dieser soll verhindern, dass außerhalb von Europa mehr als das vorher von den Banken festgelegte Limit abgebucht werden kann. Manche Banken setzen das Abhebe-Limit für außereuropäische Bankautomaten auf null und unterbinden auf diese Art den Einsatz der gefälschten Karten. Andere limitieren die Abhebungen auf unter 100 Euro. Das habe dazu geführt, dass die Einzelschadensumme von Skimming-Opfern sich in der Regel auf "deutlich unter 100 Euro pro Kunde" reduziert habe, sagte Sparkassenverbandssprecherin Becker.
Auch die Sparkasse Trier hat nach Auskunft ihrer Sprecherin einen solchen Auslandslimitschutz. So erklärt sich auch, warum bei den meisten der von der Ausspäh-Attacke betroffenen Kunden in Kell am See weniger als 100 Euro von den Kriminellen über Abhebungen von den Bahamas abgebucht worden sind.
Da in den meisten Skimming-Fällen die Kundendaten per Kamera ausgespäht würden, könnten sich die Kunden am wirkungsvollsten durch ein Abschirmen der Geldautomaten-Tastatur bei der Eingabe ihrer Geheimzahl schützen, rät Becker. wie

Mehr von Volksfreund