| 05:29 Uhr

Bauernverband fordert schnelle Alternativen zu „Neonics“

Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Mainz. Bei der Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft fordern Bauern eine Alternative zu den umstrittenen Neonicotinoiden. Derzeit gebe es noch keine anderen Wirkstoffe, um Zuckerrüben im Keimungsstadium vor Schadorganismen zu schützen, sagt der Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt. Auch der Kartoffelanbau sei bislang noch auf diese Mittel angewiesen. Leider komme die Forschung zu alternativen Wirkstoffen nur langsam voran, und Zulassungsverfahren seien sehr träge. „Wir brauchen schnell wirksame Alternativen“, forderte Hartelt. dpa

Für die großen Flächenkulturen etwa mit Getreide, Raps und Mais werden in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums keine Neonicotinoide eingesetzt. Neben dem Saatgut von Zuckerrüben und im Kartoffelanbau - hier vor allem gegen den Kartoffelkäfer - kommen die umstrittenen Wirkstoffe laut Ministerium noch „in äußerst geringem Umfang“ bei der Jungpflanzenanzucht von Gemüse-Kohlarten und im Tabakanbau zum Einsatz. Die Grünen in Rheinland-Pfalz fordern ebenso wie der Naturschutzbund (Nabu) ein EU-weites Verbot der kurz als „Neonics“ bezeichneten Insektengifte.