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Beck sieht das Land gut gerüstet

Beck sieht das Land gut gerüstet

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck ist der Auffassung, dass das Land für schwierige Zeiten gut aufgestellt ist. "Ich bin überzeugt, dass wir das packen können", sagte er getern beim Neujahrsempfang in der Mainzer Rheingoldhalle.

Mainz. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren war die Landeshauptstadt wieder Schauplatz des Neujahrsempfangs des Ministerpräsidenten. Vor 1400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Forschung, Justiz, Kirche, Sport und Verwaltung appellierte Beck, die Finanzkrise aufzuarbeiten.

Dabei seien die Verantwortlichen zu benennen, und es sei nach Ursachen zu forschen. "Es gilt, sich auf die guten Tugenden des Unternehmertums zu besinnen", sagte Beck. Die Zukunft hänge entscheidend davon ab, die Fähigkeiten der Menschen zu fördern und zu nutzen.

Das Land investiere deshalb besonders in Bildung und Ausbildung sowie in die Unterstützung von Familien. Die Politik habe damit begonnen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Arbeitsplätze zu sichern.

Die Voraussetzungen in Rheinland-Pfalz seien gut, um die Herausforderungen zu meistern. Erstmals habe es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber gegeben, die Produktivität sei stärker gestiegen als in anderen Ländern, und die Exportquote sei erfreulich hoch. Er freue sich vor allem darüber, dass die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung gerecht würden und an ihren Stamm-Belegschaften festhielten, sagte Beck.

Die soziale Dimension des Zusammenlebens müsse ebenso stark berücksichtigt werden. Klüfte zwischen verschiedenen Schichten, wie sie in Griechenland sichtbar geworden seien, dürften nicht aufkommen. Beck appellierte an die gemeinsame Verantwortung aller Akteure in der Wirtschaft, "denn nur daraus erwachsen die Kräfte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten".

"Mentale Depression" nicht angebracht



Der Regierungs-Chef zeigte auf, dass weitere Schritte zur Entwicklung der kommunalen Struktur zu gehen seien und die internationale Einbindung des Landes mit seiner hohen Exportquote gefördert werden müsse.

Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel sagte mit Blick auf die Finanzkrise und deren Auswirkungen, eine "mentale Depression" sei nicht angebracht und eine "ängstliche Grundstimmung" ebenso wenig.