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| 17:00 Uhr

Begegnungen sollen Jugendliche gegen Antisemitismus wappnen

Begegnungen sollen Jugendliche gegen Antisemitismus wappnen. Foto: Christoph Schmidt/Archiv
Begegnungen sollen Jugendliche gegen Antisemitismus wappnen. Foto: Christoph Schmidt/Archiv FOTO: Christoph Schmidt
Mainz. Mit Begegnungen und Bildung will der neue Antisemitismus-Beauftragte Dieter Burgard judenfeindlichen Haltungen frühzeitig entgegenwirken. Daher gehöre auch die Weiterentwicklung des jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz zu seinen Aufgaben, sagte Burgard bei seiner offiziellen Amtseinführung am Dienstag in Mainz. Als Beispiel zur Förderung einer Begegnungskultur nannte Burgard Projekte von jungen Leuten in jüdischen Gemeinden, die sich regelmäßig treffen und Begegnungen zu nichtjüdischen Jugendlichen suchen. dpa

„Es gibt einen Berg von Aufgaben“ für den Beauftragten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen des Landes Rheinland-Pfalz, sagte Burgard. Es sei gut, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dies zur Chefsache gemacht und die Aufgabe des Beauftragten in der Staatskanzlei angesiedelt habe. Bei der Vorbereitung habe er sich nicht nur mit den jüdischen Gemeinden, sondern auch mit den beiden Antisemitismus-Beauftragten des Bundes und von Baden-Württemberg, Felix Klein und Michael Blume, getroffen.

„Wir müssen leider feststellen, dass Antisemitismus nicht auf dem gleichen Niveau wie vor 20 oder 30 Jahren geblieben ist, sondern deutlich zugenommen hat“, sagte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadiev. Der neue Beauftragte sei Ansprechpartner für die Rheinland-Pfälzer jüdischen Glaubens und Bindeglied zwischen Landesregierung und jüdischen Gemeinden, sagte der Chef der Staatskanzlei, Clemens Hoch. Die Arbeit des neuen Beauftragten sei nötig, „weil wir das Gefühl haben, dass es unverhohlener möglich wird, mit Antisemitismus-Fragen zu spielen, und weil es Menschen jüdischen Glaubens gibt, die sich bedroht fühlen“.