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Beratung bei Hass im Netz startet im Herbst

Beratung bei Hass im Netz startet im Herbst

Wer in Rheinland-Pfalz von Hass und Drohungen aus dem Internet betroffen ist, kann sich ab Herbst an eine neue Beratungsstelle wenden. Als erster Baustein des Landesaktionsplans gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit werde bei der Fachstelle m*power in Koblenz ein Beratungsangebot zu Fällen von digitaler Gewalt eingerichtet, teilte das Familien- und Integrationsministerium am Donnerstag in Mainz mit.

Zur Finanzierung von zwei Vollzeitstellen für die Beratungsstelle wurden Fördermittel von 127 250 Euro bewilligt.

„Es darf nicht passieren, dass diejenigen, die sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen, sich aus Angst zurückziehen“, erklärte Familienministerin Anne Spiegel (Grüne). Rheinland-Pfalz sei das erste Bundesland, das eine Beratungsstelle für Betroffene von Hass im Netz einrichte. Bisher gebe es dazu nur die bundesweit agierende Beratungsstelle „hateaid“.

Die Beratungsstelle soll über eine eigene Website sowie telefonisch oder per E-Mail erreichbar sein. Das Angebot umfasst auch eine psychosoziale Beratung zum Umgang mit Beleidigungen, Verletzungen und Bedrohungen. Weitere Bausteine des im November 2020 vorgestellten Landesaktionsplans sind Schulungs- und Weiterbildungsangebote sowie eine Öffentlichkeitskampagne, die Übergriffe im Netz anprangern und Gegenstrategien entwickeln soll.

Landesaktionsplan gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

© dpa-infocom, dpa:210408-99-124026/2