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Betrugsprozess gegen Trierer Rechtsanwalt

Betrugsprozess gegen Trierer Rechtsanwalt

Weil er Mandantengelder in Höhe von insgesamt über 13.000 Euro veruntreut haben soll, muss sich Anfang August ein Trierer Rechtsanwalt vor dem Landgericht verantworten. Das bestätigte Gerichtssprecherin Sarah Weber auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Juristen demnach Untreue, Betrug und Gebührenüberhöhung vor. So soll der Anwalt etwa mehrmals als Pflichtverteidiger mehr Geld vom Gericht beantragt haben, als ihm zustand. Der Grund: Er soll Vorschüsse, die er von Mandanten kassiert hatte, dem Gericht verschwiegen haben.

Für den Anfang August beginnenden Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Dass der Fall überhaupt am Landgericht und nicht am Amtsgericht verhandelt wird, habe mit der Bekanntheit des Anwalts zu tun, verlautete aus Juristenkreisen.

"Ich muss da durch. Ich hatte zu dieser Zeit eine schwere Lebenskrise", sagte der Rechtsanwalt unserer Zeitung. Er hoffe, dass er "mit einer guten Lösung" davonkomme.

Je nach Verfahrensausgang drohen dem Trierer Juristen neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe noch Sanktionen der Rechtsanwaltskammer. Diese reichten von einem Verweis über eine Geldstrafe bis zum Entzug der Zulassung, sagte die Geschäftsführerin der auch für Trier zuständigen Koblenzer Rechtsanwaltskammer, Marga Buschbell-Steeger. Auf die Frage, wie häufig dies vorkomme, meinte die Justizrätin, darüber werde keine Statistik geführt.