Bis Freitag fällt die Entscheidung über das Kloster Himmerod
Waldsassen · Im bayerischen Waldsassen beraten die Oberen der Zisterzienser über den Fortbestand des finanziell gefährdeten Klosters Himmerod bei Manderscheid. Mehr als 4000 Menschen fordern den Erhalt Himmerods.
Waldsassen. Die Zukunft des finanziell und personell angeschlagenen Zisterzienserklosters Himmerod ist weiter offen. Auch am zweiten Tag des Treffens der Ordensoberen von rund 20 Zisterzienserklöstern im bayerischen Waldsassen sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte am Mittwochabend ein Sprecher der Mehrerauer Kongregation dem Volksfreund. Bis spätestens morgen werde es aber eine Aussage über die Zukunft der Eifeler Abtei geben, kündigte der Sprecher an. Die seit knapp 900 Jahren bestehende Abtei ist finanziell und personell angeschlagen. Die Wirtschaftsbetriebe des Klosters haben Insolvenzantrag gestellt, die elf verbliebenen Mönche sind im Durchschnitt 65 Jahre alt.
Im Internet und auf Unterschriftenlisten haben sich mehr als 4000 Menschen für den Erhalt des Klosters ausgesprochen - als religiöses und kulturelles Gut, Ort der Zuflucht und Besinnung. Damit erklären die Unterstützer zugleich ihre Bereitschaft, "ideell oder materiell, durch Ideen und Kontakte die Mönche im Kloster zu unterstützen".
Laut dem Initiator, dem Trierer Thomas Simon, stammen die Befürworter Himmerods aus fast allen Bundesländern sowie aus dem Ausland, allein 102 Manderscheider und 132 Bettenfelder hätten für das Kloster unterschrieben. Die Liste mit den Namen der Himmerod-Freunde, darunter Politiker und Unternehmer, richtet sich an die Führung des Zisterzienserordens. sey/red