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Bischof Ackermann gegen verpflichtendes Dienstjahr

 Der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Foto: Marius Becker/Archiv
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Foto: Marius Becker/Archiv FOTO: Marius Becker
Trier. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat sich gegen ein allgemeines Dienstpflicht-Jahr für junge Menschen ausgesprochen. Er sei eher dafür, freiwilliges Engagement insgesamt stärker wertzuschätzen, indem man dieses belohne, sagte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur in Trier. dpa

Dies könne beispielsweise über Vergünstigungen, Bevorzugungen bei der Vergabe von Studienplätzen oder Anerkennungen in der Ausbildung geschehen: „Dass die Leute schon Vorteile haben und sehen, das ist gewollt.“

Einem verpflichtenden Dienstjahr seien rechtlich wohl enge Grenzen gesetzt. „Dass der Staat verpflichtend so in die Lebensbiografie der Menschen eingreift: Dafür müsste er schon sehr gute Gründe haben“, sagte der Bischof. Es gehe mehr darum, Menschen zu fördern, damit sie bereit seien, sich gesellschaftlich einzubringen. „Und darum, eine Atmosphäre zu schaffen, wo man sieht: Das ist nicht nur erwünscht, das wird auch erwartet.“

Es gebe heute schon sehr viele junge Menschen, die ein Freiwilligenjahr machen würden, sagte Ackermann. „Man kann also nicht sagen, junge Leute sind dazu nicht bereit. Viele machen es.“ Andere engagierten sich ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden oder bei der Feuerwehr. Auch etliche junge Flüchtlinge seien darunter. Die Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht für junge Männer und Frauen hat die CDU angestoßen.

Trierer Bischof Stephan Ackermann