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Bischof Marx baut Karriere aus

Bischof Marx baut Karriere aus

Berlin. Reinhard Marx, seit dem Jahr 2002 Bischof der ältesten deutschen Diözese Trier, macht weiter Karriere – neuerdings in Brüssel.

Wie jetzt bekannt wurde, vertritt Marx die katholische Kirche Deutschlands künftig in der wichtigen Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE). Der Trierer Bischof, Herr über 1,6 Millionen Katholiken, folgt schon ab Ende März in diesem Amt dem emeritierten Hildesheimer Bischof Josef Homeyer nach. Das wurde auf der Frühjahrs-Vollversammlung der katholischen Bischöfe in Berlin beschlossen. In der COMECE sind die Vertreter der nationalen Bischofskonferenzen aller 25 EU-Länder zusammengeschlossen. Reinhard Marx (52) gilt als herausragender Experte für gesellschaftliche und sozialpolitische Fragen. Der Sozialethiker ist unter anderem Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden). Kirchenkenner gehen davon aus, dass das neue Amt ein weiterer Baustein auf dem Weg des Trierer Bischofs "zu noch höheren Weihen" ist. Es ist kein Geheimnis, dass Marx Karrierechancen in Rom nachgesagt werden. Bischof Marx wird aber auch als "heißer Favorit" für die Nachfolge von Kardinal Karl Lehmann gehandelt, sollte dieser eines Tages vom Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz abtreten.