Bischof Stephan Ackermann ruft Diözesansynode aus

Bischof Stephan Ackermann ruft Diözesansynode aus

Mit einem Gremium aus etwa 250 Laien und Geistlichen aus dem Bistum will der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Frage nach der Zukunft des Bistums im dritten Jahrtausend stellen. Ein Termin für die sogenannte Diözesansynode, die der Bischof am Freitag ausrief, steht noch nicht fest.

Es ist eine Art Bilanz ziehen nach der heilig-Rock-Wallfahrt, aber auch einer turbulenten Zeit für das Bistum Trier, die geprägt war unter anderem von großen Strukturveränderungen: Bischof Stephan Ackermann hat am Freitag eine Synode für das Bistum Trier ausgerufen. Dabei handelt es sich um eine Versammlung von Geistlichen und Laien des Bistums, die den Bischof im Hinblick auf von ihm vorgelegte kirchliche Themen beraten soll.

Bischof Ackermann sagte, es habe in den vergangenen Jahren viele einschneidende Veränderungen in der Struktur und Organisation des Bistums gegeben, andererseits habe "das Bistum das schöne Glaubensfest der Heilig-Rock-Wallfahrt erlebt". Sowohl bei der Wallfahrt als auch in den Veränderungsprozessen habe es eine breite Beteiligung der Gläubigen im Bistum gegeben.

Dadurch sei das gemeinsame Bewusstsein der Christen im Bistum gestärkt worden. "Zugleich spüren wir aber auch, dass es darüber hinaus einer intensiven inhaltlichen Vergewisserung bedarf über die Fragen: Wie wollen wir persönlich und gemeinsam unseren Weg des Glaubens im Bistum Trier gehen in den sich rasant ändernden Rahmenbedingungen des 3. Jahrtausends?"

Von einer Synode verspreche er sich eine solche Vergewisserung, sagte Ackermann. Synoden seien seit dem ersten Jahrhundert im Kirchenrecht vorgesehen als eine Form intensiver Beratung für den Bischof. Ackermann erinnerte an das II. Vatikanische Konzil, das vor 50 Jahren begann, und an die als "Würzburger Synode" bekannte Gemeinsame Synode der deutschen Bistümer (1971-1975).

Themen und ein konkreter Zeitplan für die Synode stünden noch nicht fest, teilt das Bistum mit. Die Vorgaben und Regelungen zu einer Diözesansynode sind im kirchlichen Gesetzbuch festgelegt. Der Bischof wird zunächst eine Vorbereitungskommission einrichten, die unter seiner Leitung tagen und arbeiten wird. Es wird ein Synodensekretariat geben, das alle mit der Synode verbundenen Vorgänge koordiniert. Zusammensetzung und Ablauf müssen in einer Synodenordnung geregelt werden.

Nur der Diözesanbischof kann eine Synode einberufen, er legt letztlich auch fest, welche Fragen oder Themen erörtet werden. Die Trierer Synode voraussichtlich etwa 250 Mitglieder haben. Die letzte Diözesansynode im Bistum Trier fand 1956 statt und brachte die "Synodalstatuten des Bistums Trier" hervor, die von Bischof Matthias Wehr 1959 in Kraft gesetzt wurden und teilweise bis ins Jahr 2000 Geltung hatten.