Missbrauch Geschützt wurden nur die Täter: Was im Missbrauchsgutachten über die Ära von Triers Alt-Bischof Stein steht

Trier · In den 60er und 70er Jahren gab es in der katholischen Kirche besonders viele Missbrauchsfälle. Was wusste der damalige Trierer Bischof Bernhard Stein von den Verbrechen? Seit heute gibt es auf diese Frage neue Antworten.

 Noch heißt der Platz neben dem Trierer Dom Bischof-Stein-Platz. Aber die Umbenennung dürfte seit heute nur noch eine Frage der Zeit sein.

Noch heißt der Platz neben dem Trierer Dom Bischof-Stein-Platz. Aber die Umbenennung dürfte seit heute nur noch eine Frage der Zeit sein.

Foto: Roland Morgen

Während der Amtszeit des ehemaligen Trierer Bischofs Bernhard Stein gab es noch mehr sexuelle Übergriffe durch Geistliche als bislang bekannt. Und: Der 1993 verstorbene Bischof kümmerte sich zu Lebzeiten nicht um den Schutz der Opfer, sondern sorgte sich um die Täter und das Ansehen der katholischen Kirche. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Universität Trier, das am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.