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Bitburger Airport-Planer wehrt sich gegen Vorwürfe von Flugplatzgegnern

Bitburger Airport-Planer wehrt sich gegen Vorwürfe von Flugplatzgegnern

Flugplatzgegner haben in einer E-Mail, die an zahlreiche Lokalpolitiker adressiert war, die Seriosität Frank Lamparskis in Zweifel gezogen. Im TV-Interview hat der Flughafenplaner nun Stellung bezogen. Zwei seiner Firmen sind insolvent. Doch habe er keine Leichen im Keller.

Wer ist Frank Lamparski? Diese Frage haben sich viele Menschen gestellt, seit der Luxemburger ankündigte, den Bitburger Flugplatz mit Hilfe von 400 Millionen Euro Investorengeld zum internationalen Flughafen ausbauen zu wollen. Doch Antworten gab es wenige. Lamparski hielt sich stets bedeckt, wenn es um seinen geschäftlichen Hintergrund ging.

Eine Kampagne der Flugplatzgegner hat ihn nun dazu veranlasst, die Flucht nach vorne zu suchen. In einer sehr kritischen Mail hatte die Initiative "Bürger gegen Nachtflug" Informationen über ihn verbreitet, die inzwischen auch diejenigen erreicht hat, die über den Flugplatzverkauf entscheiden sollen. Kernaussage ist, dass Lamparski finanziell mit dem Rücken zur Wand stehe.

Das bestreitet Lamparski jedoch, der nun im TV-Interview exklusiv Stellung bezogen hat . Obwohl wegen Steuerschulden für zwei seiner Firmen Insolvenzverfahren laufen, sei er nicht pleite. Er habe es lediglich versäumt, sich rechtzeitig um diese Probleme zu kümmern, da er all seine Zeit in die Entwicklung des Flugplatzes stecke. In den vergangenen zwei Jahren habe er fast zwei Millionen Euro in seine Vision investiert. Das Geld stamme überwiegend aus dem Verkauf privater Immobilen. Zudem verdiene er gut, da sein Investor ihn für die Projektplanung bezahle. "Ich habe keine Leichen im Keller", sagt Lamparski, der die Mail als unfaire Kampagne zur Diskreditierung seiner Person und seines Projekts empfindet. Rechtliche Schritte plane er nicht.

Obwohl die Frist für den Flugplatzverkauf Ende 2011 abgelaufen ist, ohne dass das zugesagte Investorengeld eingetroffen wäre, läuft das Projekt weiter. Die 30 Millionen Euro eines asiatischen Investors seien nach der Geldwäscheprüfung nun auf einem luxemburgischen Konto angekommen, sagt Lamparski. Er rechnet damit, dass der Stadtrat Bitburg und der Kreistag Bitburg-Prüm schon relativ bald über den Verkauf entscheiden können. Die Mehrheit der Politiker stand bisher hinter dem Projekt.

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