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Bitburger Gespräche beschäftigen sich mit WM-Skandal

Bitburger Gespräche beschäftigen sich mit WM-Skandal

Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) und Sportskandale des vergangenen Jahres gehören zu den Themen bei den 59. Bitburger Gesprächen. Diese starten heute in Mainz und dauern bis Freitag.

Wissenschaftler, Politiker und Juristen nutzen die Gespräche, um sich über Fragen der Rechtspolitik auszutauschen.
In diesem Jahr geht es um Schiedsgerichtsbarkeit und private Justiz. Dabei steht unter anderem die Frage im Vordergrund, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen der verschiedenen Länder geschaffen sein müssen, wenn TTIP umgesetzt wird.
Auch die Sportschiedsgerichtsbarkeit diskutieren die Teilnehmer. Den Vortrag hält hier Christian Duve. Spannend: Der Frankfurter Rechtsanwalt ist in die Ermittlungen um die Vergabe der Fußball-WM 2006 eingebunden. Er arbeitet für die externe Kanzlei Freshfields, die beim Deutschen Fußball-Bund überprüfen soll, ob damals Bestechungsgeld geflossen ist, um die Weltmeisterschaft nach Deutschland zu holen.
Die Bitburger Gespräche gibt es bereits seit 1972. Ins Leben gerufen hat sie der frühere rheinland-pfälzische Justizminister Otto Theisen, der in Beuren bei Saarburg geboren und im Eifel-Örtchen Rittersdorf aufgewachsen ist.
Lange waren die Gespräche in Biersdorf am See, einstige Bundespräsidenten wie Roman Herzog und Karl Carstens besuchten die Eifel an den Tagen. Inzwischen werden die Bitburger Gespräche in Mainz, Trier und sogar in München ausgetragen. Ihren Namen haben sie aber behalten. Berthold Theisen, der Sohn von Otto Theisen, weiß, dass dies im Sinne seines 2005 verstorbenen Vaters ist. "Er hat die Eifel geliebt." flor