Bolivianische Kinder auf dem Weg in ein besseres Leben

Bolivianische Kinder auf dem Weg in ein besseres Leben

Zwischen Wittlich und dem bolivianischen La Paz liegen Tausende von Kilometern. Doch kein Kilometer ist zu weit entfernt, um Kindern zu helfen. Der Wittlicher Verein Panuves hat schon viel in dem südamerikanischen Kinderheim Carlos de Villegras bewegt. Auch TV-Leser können mithelfen, dass nun die alte Kanalisation renoviert werden kann.

Wittlich. Susanne Teusch erinnert sich noch genau an den Tag im Jahr 2003, als sie während einer Bolivienreise das erste Mal im Kinderheim Carlos de Villegas vorbeischaute: "Im Säuglingszimmer standen 20 klapprige Gitterbettchen schätzungsweise aus den 50er Jahren", sagt die Wittlicherin. Sie blickte Babys und Kindern, die aufgrund extremer Armut ausgesetzt worden waren, Kindern aus zerrütteten Familien und Vollwaisen in die Augen. Sie stand inmitten eines Heimes, in dem es an lebensnotwendigen Dingen mangelte, und sie begegnete einer offenen und herzlichen Leiterin: Schwester Rosaria.
"Sie schafft es, trotz der schwierigen Bedingungen, den Kindern Geborgenheit, Struktur und Werte zu geben", sagt Teusch. Sofort habe sie damals den Impuls verspürt: Hier muss man was tun. Die Bilder in ihrem Kopf blieben - auch nach der Rückreise. 2004 wurde Panuves e.V. Wittlich gegründet. Der kleine Verein mit zurzeit 22 Mitgliedern hat in den vergangenen Jahren schon Großartiges bewegt: "Einmal jährlich veranstalten wir einen Flohmarkt über zwei Tage", sagt Teusch, die erste Vorsitzende ist. Auch um die Osterzeit fänden Aktionen statt. Und sie versichert, dass der Erlös dort ankomme, wo er hingehöre: Im rund 100 Jahre alten Kinderheim in Bolivien, das als karitative Einrichtung von Carlos de Villegas gegründet und dann von katholischen Schwestern des Ordens "Schwestern von der Liebe Gottes" übernommen worden war. Schwester Rosaria liste akribisch auf, für was welches Geld ausgegeben werde. "Durch die finanzielle Unterstützung konnte etwa die Sterblichkeitsrate von Säuglingen in diesem Kinderheim auf null Prozent reduziert werden", sagt die Wittlicherin. Die Chancen auf schulische und berufliche Ausbildungen sind gestiegen - und so die Chancen auf ein besseres Leben. Zuletzt machte sich die Vereinsvorsitzende 2011 persönlich ein Bild vom Kinderheim in La Paz. Drei Wochen lang ging sie dort engagierten Nonnen und Indianerinnen zur Hand. Währenddessen bemerkte sie, dass veraltete Wasserleitungen inzwischen extreme Feuchtigkeit in den Wänden verursachen. "Die dadurch entstehende Schimmelbildung erhöht die Gesundheitsrisiken der Kinder erheblich", sagt Teusch. Mit 5000 Euro könnte der Schaden behoben werden. TV-Leser, die zur Sanierung beitragen möchten, können dies unter der Projektnummer 11194 tun.
volksfreund.de/meinehilfe
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