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Bombe wird verfrachtet: Entschärfung Ende Juli

Industrieanlagen des Chemiekonzerns BASF stehen am Rheinufer auf dem Werksgelände. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Industrieanlagen des Chemiekonzerns BASF stehen am Rheinufer auf dem Werksgelände. Foto: Uwe Anspach/Archiv FOTO: Uwe Anspach
Ludwigshafen. Auf dem Werksgelände der BASF in Ludwigshafen laufen die Vorbereitungen zur Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe an. Der Sprengkörper war vergangene Woche im Süden des Areals des Chemie-Riesen entdeckt worden, nun soll die im Zweiten Weltkrieg abgeworfene Bombe am Samstag (7. dpa

Juli) mit einer Art Schlitten in die Nähe des Rheinufers verfrachtet werden. „Wie lange das genau dauern wird, lässt sich momentan nicht abschätzen“, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes sind von der Bombe etwa noch 60 Prozent erhalten. Das ist immer noch eine gefährliche Menge, zumal das BASF-Werksgelände aufgrund zahlreicher Anlagen als besonders sensibel gilt. Beim Transport am Samstag werden sicherheitshalber mehrere Straßen und Wege im Umkreis von 300 Metern auf dem Areal gesperrt. Auch die Schifffahrt auf dem Rhein ruht laut BASF während der Aktion.

Geht am Samstag alles gut über die Bühne, beginnt am Montag der Hauptteil der Vorbereitungen. Vor der eigentlichen Entschärfung Ende Juli wird eine Sicherheitspyramide über der Bombe errichtet. Die schützende Konstruktion hat eine Kantenlänge von 25 Metern, dafür werden nach BASF-Angaben 2500 Tonnen Sand aus der Region gebraucht. Da der Pyramidenbau einige Zeit dauern wird, steht der Tag der Entschärfung noch nicht genau fest.