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Bombendrohung im Finanzamt Koblenz: Keine verdächtigen Funde

 Der Briefkasten eines Finanzamtes. Foto: Armin Weigel/Archiv
Der Briefkasten eines Finanzamtes. Foto: Armin Weigel/Archiv
Koblenz. Nach einer Bombendrohung gegen das Finanzamt Koblenz am Dienstag hat die Polizei Entwarnung gegeben. Der Einsatz sei beendet, es seien keine gefährlichen Gegenstände gefunden worden, teilte das Polizeipräsidium Koblenz am frühen Nachmittag mit. dpa

Polizisten hatten nach einer am Morgen als E-Mail im Finanzamt eingegangenen Drohung mehrere Räume der Behörde durchsucht - vor allem die Poststelle. Auch ein Sprengstoffspürhund kam zum Einsatz. Besucher hatten vorübergehend keinen Zugang mehr. Komplett geräumt wurde das Finanzamt laut einem Polizeisprecher allerdings nicht.

Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz in Mainz schloss nach einer Bewertung der Erkenntnisse „schädigende Ereignisse“ aus. Die Ermittlungen nach dem Verfasser der Drohmail dauerten an. Diese war über dunkle Kanäle des Internets, des sogenannten Darknets, geschickt worden. Unterschrieben war sie laut Polizeipräsidium Koblenz mit „NationalSozialistischeOffensive“.

Weiter teilte das Präsidium mit: „Die Gruppierung versendet seit mehreren Monaten mit unterschiedlichen Absende-E-Mailadressen korrespondierende Droh-E-Mails an Behörden und Institutionen im Bundesgebiet, ohne das ein schädigendes Ereignis eintrat. Der Inhalt der E-Mails ähnelt sich jeweils im Sprachgebrauch.“ Ein Polizeisprecher sagte: „Das geht kreuz und quer durch das Bundesgebiet. Im Internet finden Sie dazu Hunderte von Einträgen.“

So waren im Januar bei Landgerichten mehrerer Landeshauptstädte Bombendrohungen eingegangen, darunter in Wiesbaden, Saarbrücken, Hamburg, Potsdam, Magdeburg, Erfurt und Kiel. Auch in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt war die Drohungen nach Polizeiangaben mit „nationalsozialistische Offensive“ unterschrieben.