Bund will Moselaufstieg

Wenn Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) heute Nachmittag den neuen Bundesverkehrswegeplan vorstellen wird, dann wird darin nach volksfreund.de-Informationen auch der umstrittene Moselaufstieg auftauchen.

Nach Informationen unserer Zeitung wird das 60-Millionen-Euro-Projekt in den sogenannten vorrangigen Bedarf aufgenommen, obwohl das Land diesen nicht für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat. Der Moselaufstieg stellt die Verbindung von Konz über die Mosel zur A 64, die Trier mit Luxemburg verbindet, dar. Nach volksfreund.de-Informationen sind auch die vom Land für den Bundesverkehrswegeplan angemeldeten Ortsumgehungen von Trier-Zewen und Ayl im Kreis Trier-Saarburg im vorrangigen Bedarf.

Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster spricht im Zusammenhang mit der Aufnahme des Moselaufstiegs in den vorrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan von einem "Wendepunkt" in der regionalen Verkehrspolitik. Der Moselaufstieg, für den Kaster seit Jahren kämpft, sei ein Schlüsselprojekt. Seine Realisierung bedeute eine enorme Verkehrsentlastung für das Saartal rund um Konz, für Trier und für Schweich, sagte Kaster volksfreund.de. Kaster hatte vor einem Jahr Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu einem Vor-Ort-Termin nach Konz eingeladen, um ihm zu zeigen, wo die Anbindung des Moselaufstiegs erfolgen sollte und wie der Verlauf der Straßenführung bis zur A 64 sein sollte.