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Bundesrat befasst sich heute mit der Viezporz

Bundesrat befasst sich heute mit der Viezporz

Hoffnung für die vom Aussterben bedrohte Viezporz: Die Mainzer Wirtschaftsministerin Eveline Lemke will sich dafür einsetzen, dass das traditionelle Porzellangefäß auch weiterhin in der Gastronomie eingesetzt werden darf.

Trier. "Die Porz ist ein Stück regionale Kultur": Das hat die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) im Vorfeld der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Länderkammer geäußert. Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit Hessen einen Antrag eingebracht, um eine Ausnahmegenehmigung für Porz und Bembel zu erreichen. Beide traditionellen Trinkgefäße sind von einer EU-Richtlinie bedroht, die einen innen liegenden Eichstrich verlangt. Das ist bei Keramikgefäßen nur schwer möglich. Bislang sind Ausnahmen nur für Bierkrüge und Getränke mit Schaumkrone vorgesehen.
Die Mainzer Ministerin hatte die Initiative zur Rettung der Porz bereits im Juli gegenüber unserer Zeitung angekündigt. Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat bei einem Wahlkampfauftritt in Trier vor zwei Monaten gesagt, sich für den Erhalt der Viezporz starkzumachen. sey