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Bus und Bahn statt Moselaufstieg

Bus und Bahn statt Moselaufstieg

Das Land hat das Verkehrsgutachten für die Region ausgeschrieben. Zielvorgabe der Studie ist es laut Ausschreibungsunterlagen, einen "optimierten öffentlichen Personennahverkehr" zu untersuchen. Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn sollen dabei keine Rolle spielen.

Trier. Das Ziel der Verkehrsstudie für die Region wird gleich am Anfang der Aufgabenbeschreibung deutlich gemacht. Dort wird der entsprechende Passus aus dem rot-grünen Koalitionsvertrag zitiert, in dem sich SPD und Grüne vor einem Jahr auf das Verkehrsgutachten geeinigt haben - samt der Vorgabe: "Ziel ist, auf den Bau des Moselaufstiegs und der Meulenwaldautobahn zu verzichten."
Damit schließt die Landesregierung bei dem beabsichtigten Verkehrsgutachten (der TV berichtete) von vorneherein die beiden Projekte als mögliche Entlastung der Straßen aus. Im Mittelpunkt der Untersuchung soll offenbar nur stehen, wie mehr Verkehr auf Busse und Bahnen umgeleitet werden kann. Bei der "multimodalen Verkehrsstudie" sollen nämlich "die Auswirkungen eines optimierten Personenverkehrs in der Region" untersucht und "das entsprechende Potenzial des ÖPNV zur Entlastung der Straßeninfrastruktur" ermittelt werden. Das geht aus den Ausschreibungsunterlagen für die Studie, die dem TV vorliegen, hervor. Untersucht werden sollen die Verkehrsströme von Schweich bis nach Luxemburg und von der Autobahn 64 von Luxemburg nach Trier-Ehrang bis nach Saarburg. Dabei sollen die Gutachter sich auf bereits vorhandene Untersuchungen genau dieser Strecken stützen und diese berücksichtigen. Bereits 2008 und 2009 wurden die Verkehrsströme von und nach Luxemburg im Auftrag des Landes untersucht.
Auch die Stadt Trier hat ein Mobilitätskonzept in Auftrag gegeben, das derzeit fertiggestellt wird und das ebenfalls in der neuen Studie berücksichtigt werden soll. Die "wesentlichen Ergebnisse" aus diesen Untersuchungen sollen in dem neuen Gutachten übernommen werden, lautet die Vorgabe. Die vom Land vor vier Jahren in Auftrag gegebene Untersuchung hatte ergeben, dass durch den Bau von Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn Trier täglich um 10 000 Autos entlastet werden könnte. Außerdem wurde darin eine deutliche Zunahme des Verkehrs Richtung Luxemburg bis 2025 prognostiziert. Auch das neue Gutachten soll die Verkehrsentwicklung in diesem Zeitraum betrachten.
Bis zum 20. März sollen die Angebote der Interessenten beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität in Koblenz vorliegen. Ende Februar hatten sich Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums mit Vertretern des Kreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier auf das Gutachten geeinigt und Einzelheiten festgelegt. wie