Fahrgäste genervt Busfahrer streiken in der Region Trier – Staus und ausgefallene (Schul)busse

Trier · Staus und Busausfälle am Morgen: Die Gewerkschaft Verdi hat wieder zum Warnstreik aufgerufen. Nach Berichten von Pendlern hat das zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Trier geführt. Auch der Schulbusverkehr ist betroffen. Was das für Fahrgäste bedeutet.

Wieder einmal streiken Busfahrer in der Region.

Wieder einmal streiken Busfahrer in der Region.

Foto: dpa/Robert Michael

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche fahren Busse in der Region nicht, weil Fahrer streiken. Am Morgen hat das nach Informationen von betroffenen Pendlern zu Staus rund um Trier geführt. Eine Mutter berichtet, sie habe ihr Kind mit dem Auto zur Schule fahren müssen, weil der Schulbus aus Richtung Leiwen ausgefallen sei.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der privaten Unternehmen DB Regio Bus Mitte in Mehren (Vulkaneifel) und Moselbahn am Montag zum Ausstand aufgerufen. Der Streik beginnt laut Gewerkschaft um 3 Uhr und endet zum Schichtende am Montagabend. Damit dürften vor allem rund um Daun und zwischen Trier und Neumagen-Drohn viele Busse ausfallen. Erneut ist davon auch der Schülerverkehr betroffen. Bereits am vergangenen Mittwoch hat es einen ganztägigen Streik bei privaten Busunternehmen in der Region gegeben. Seit Januar hat es bereits mehrere Tage streikbedingte Busausfälle gegeben.

Ständige Streiks nerven Fahrgäste

Die Fahrgäste reagieren zunehmend verärgert. „Es nervt. Wie soll man auf die Arbeit kommen, wenn man so wie ich auf den Bus angewiesen ist“, schrieb ein Mann auf der Facebook-Seite des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT). Dieser rechnet damit, dass es in der kommenden Woche zu weiteren Streiks im Busverkehr kommen wird. Verdi habe für verschiedene Tage zu bundesweiten Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen, teilte der VRT mit. Der Ausstand sei regional an unterschiedlichen Tagen geplant. Haupttag soll der kommende Freitag sein. An diesem Tag hat auch Fridays for Future zu bundesweiten Kundgebungen anlässlich eines globalen Klimastreiks aufgerufen.

Darum ruft Gewerkschaft zu erneutem Busfahrer-Streik in der Region auf

Verdi begründet den erneuten Warnstreik mit dem andauernden Tarifkonflikt. „Wir halten den Druck auf den Arbeitgeberverband aufrecht, gleichzeitig führen wir die Urabstimmung durch“, sagt Christian Umlauf, stellvertretender Verdi-Geschäftsführer des Bezirks Region Saar Trier.

Die Gewerkschaft fordert als Inflationsausgleich Lohnerhöhungen von 500 Euro und eine Einmalzahlung von 3000 Euro. Der Arbeitgeberverband bietet eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent für ÖPNV-Busfahrerinnen und Busfahrer. Das sei eine Provokation und keine Verhandlungsbasis, sagt Marko Bärschneider Verdi-Verhandlungsführer.

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