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CDU-Opposition plädiert auf mehr Informatikunterricht

Mainz. Die rheinland-pfälzischen Schüler sollen nach dem Willen der CDU-Landtagsfraktion mehr Informatik in den Schulen lernen können. „An rheinland-pfälzischen Gymnasien und Gesamtschulen haben nur rund 4000 Schüler das Fach Informatik belegt“, sagte Fraktionschefin Julia Klöckner am Donnerstag in Mainz. „Gerade mal in 22 von 201 Gesamtschulen und Gymnasien werden in der Oberstufe eigene Informatikkurse gebildet.“ Die Kurse würden von weniger als 400 Schülern besucht. „So entsteht eben keine flächendeckende digitale Kompetenz der jungen Schüler.“ dpa

Die CDU-Opposition fordert eine Stärkung der Informatik - schrittweise ab der siebten Klasse verpflichtend. „Ob das ein Fach ist - muss nicht sein“, sagte Klöckner. Es könne vielleicht fruchtbarer sein, die Inhalte in Biologie, Latein, Deutsch und Mathematik zu vermitteln. Der Zugang zum Internet müsse außerdem besser sein. Zwei Drittel der Schulen hätten nur eine Internet-Geschwindigkeit von weniger als 30 Mbit pro Sekunde. Die CDU-Fraktion will in der kommenden Woche im Landtag einen Antrag dazu einbringen.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte im vergangenen August erklärt, die Schulen müssten so aufgestellt sein, dass sie Inhalte digital vermitteln können. In 580 weiterführenden Schulen wurden fast 13 000 Notebooks und Tablets sowie mehr als 1500 interaktive Whiteboards angeschafft. Das Programm „Medienkompetenz macht Schule“ läuft inzwischen auch an Grundschulen.