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CDU will die dynamische Kraft des Wandels sein

CDU will die dynamische Kraft des Wandels sein

Während die SPD sich als zukunftsgewandte Wohlfühlpartei inszeniert, präsentiert sich die rheinland-pfälzische CDU als dynamische Kraft des Wandels. Die Christdemokraten haben gestern in Mainz ihre Werbelinie für den Landtagswahlkampf präsentiert.

Mainz. Das Leitmotiv der am Montag vorgestellten Werbelinie der Christdemokraten für die Landtagswahl: "Frischer Schwung. Neue Kraft." In der Kampagne wird Spitzenkandidatin Julia Klöckner zur Protagonistin eines politischen Neustarts. "Die SPD verharrt im Filz. Die CDU ist die neue Kraft", heißt es da. Der rheinland-pfälzische Generalsekretär Patrick Schnieder versprach zugleich einen "dynamischen, aktiven Wahlkampf", den die Christdemokraten "im Gegensatz zu den Regierungsparteien SPD und Grüne in großer Geschlossenheit bestreiten".
Als Symbol des christdemokratischen Gestaltungswillens haben die Werbestrategen einen Arbeitshandschuh entwickelt, den Generalsekretär Schnieder gestern auch gleich über die Hand streifte. Damit lässt sich ein weiteres Leitmotiv für den Vorwahlkampf verbinden: "Im Land gibt's viel zu tun. Die CDU packt's an."
Farblich kommt die Werbelinie mit dem CDU-Orange daher. Ansonsten dominieren freundliche, helle und frische Farben. Bei den Plakaten wird der Fokus auf die Gesichtszüge gelegt, wie Parteistratege Robin Schmidt erläuterte. Die Christdemokraten wollen sich als Partei mit Charakterköpfen in Erinnerung rufen.Landtagswahl 2016


Obwohl die CDU versucht, all die Baustellen der Landesregierung zum Thema zu machen, unterlässt sie in ihrer Werbestrategie ein ausgewiesenes "Negative Campaigning", also eine bewusste Herabwürdigung des politischen Gegners, um das eigene Ansehen zu erhöhen. Das Schlagwort der Themenplakate beinhaltet immer einen positiven Handlungsimpuls. Beispiel eins: "Anpacken. Lehrer statt Leerstellen." Beispiel zwei: "Aufräumen. Den Haushalt in Ordnung bringen."
Einen starken Schwerpunkt wird die CDU auch auf den Online-Wahlkampf legen. Alle Onlinekanäle von Twitter über Facebook bis hin zu YouTube und Instragam werden bedient. Jeder potenzielle Wähler soll dort angespielt werden, wo er sich im Netz aufhält.
Im Laufe des Wahlkampfs will die Oppositionspartei in über 1000 offenen Veranstaltungsformaten Bürger zum Mitmachen einladen. Jeder Bürger, der sich im Programm einbringen will, kann auf unterschiedliche Plattformen zugreifen: analog und digital. Am 30. Januar wird dann das eigentliche Wahlprogramm verabschiedet.
Zugleich wird die Phase bis zur Entscheidung im März ein Schaulaufen christdemokratischer Bundesprominenz sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dürfte gleich mehrfach nach Rheinland-Pfalz kommen. SPD und Grüne haben ähnlich viele Bundespolitiker angekündigt. Der Landtagswahlkampf dürfte eine nicht unerhebliche Personal- und Materialschlacht werden. DB