Cessna stürzt in der Eifel ab - Pilot aus dem Kreis Trier-Saarburg wollte zur Werft

Cessna stürzt in der Eifel ab - Pilot aus dem Kreis Trier-Saarburg wollte zur Werft

Mühsame Suche in den Eifelwäldern nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs. Nachdem der Pilot, der aus dem kreis Trier-Saarburg kommt, von einem Hubschrauber bereits gefunden und abtransportiert worden war, fanden Bodenkräfte den Unglücksort zunächst nicht.

(RZ) Die Suche nach der Maschine gestaltete sich zum Verwirrspiel. Die Einsatzkräfte im Kreis Ahrweiler hatten den Fall schon an die Kollegen aus dem Kreis Euskirchen abgegeben, weil die Absturzstelle dort vermutet wurde. Doch die Maschine fand sich dann wiederum an einem ganz anderen Ort im Kreis Ahrweiler.

An zwei Orten in NRW, von denen Koordinaten vorlagen, fand sich die Maschine nicht. Als dann der Hinweis auf einen rund 20 Kilometer entfernten Absturzort in Rheinland-Pfalz kam, schlossen die Behörden zunächst sogar einen zweiten Absturz nicht aus. Doch inzwischen steht fest: Es ist die vermisste Maschine, die unweit des Kesselinger Ortsteils Staffel im Kreis Ahrweiler gefunden worden ist.

Die Polizei Euskirchen hatte zuvor Informationen, dass die Absturzstelle an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bei Ellesheim (Kreis Euskirchen) sein soll. Der Pilot hatte sich "in der Nähe der Hohen Acht" nach einem Flug über die Grand Prix-Strecke mit Problemen gemeldet.

Von einem Rettungshubschrauber kam als nächstes die Meldung, den verletzten Piloten aufgenommen zu haben - mit Koordinaten, die auf Mutscheid hindeuteten, einen Nachbarort von Ellesheim. Der Pilot hatte für die spektakuläre Aktion Besatzungsmitglieder über der Absturzstelle abgelassen ("abgewinscht"). Mit dem abgestürzten Piloten liefen sie zwei Kilometer zu einer Lichtung, wo der Hubschrauber landen konnte. In der Folge suchte die Polizei nach der Absturzstelle - gut zwei Stunden lang.

Dann kam der Hinweis zu Staffel: Der Hubschrauber war erneut in die Luft gegangen und hatte die Koordinaten wieder gemeldet. Die Kripo spricht davon, es habe zunächst einen Übermittlungsfehler gegeben. Offenbar lag der Polizei eine Ost-Koordinate vor, die auf einen Ort rund 13 Bogenminuten entfernt hinwies - 60 Bogenminuten sind ein Breitengrad.

Um 13 Uhr war der Alarm für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei im Raum Adenau eingegangen. Der Pilot hatte sich selbst über Handynotruf bei der SAR-Leitstelle Münster gemeldet. Dabei berichtete er laut Polizei Adenau, mit der Maschine in einem Waldgebiet in einem Baum zu hängen.
Zunächst sammelten sich die dortigen Einsatzkräfte am Wanderparkplatz "Hohe Acht", um nach der ungenauen Angabe koordinierte Suchmaßnahmen zu planen. Bei der Suche konnte dann der Rettungshubschrauber die Absturzstelle finden. Er nahm den Piloten auf, flog ihn in ein Krankenhaus - und gab die Koordinaten durch, die nach Angaben der Polizei Euskirchen auf Mutscheid passten. Folglich waren die Rettungskräfte im Kreis Ahrweiler zunächst wieder eingerückt. Nun sind Kräfte wieder an der "richtigen" Absturzstelle, die in einem mit Fahrzeugen nicht erreichbaren, matschigen Gelände im Wald liegt. Der Pilot war alleine an Bord der Cessna. Er war in Trier gestartet und hatte nach Bonn fliegen wollen.

Bei dem Verunglückten handelt es sich um einen Piloten aus dem Kreis Trier-Saarburg, der eine Cessna 150 zu einer Flugzeugwerft in Bonn-Hangelar überführen wollte.

Mehr von Volksfreund