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Corona: Rheinland-Pfalz stellt Öffnungsfahrplan vor

Fällt 2G im Einzelhandel? : Corona-Lockerungen: Rheinland-Pfalz stellt Öffnungsfahrplan vor

2G im Handel könnte schon bald kippen. Welche Lockerungen noch in Rheinland-Pfalz kommen sollen, will Malu Dreyer heute bekannt geben. Dreyer übt außerdem scharfe Kritik am bayerischen Ministerpräsidenten.

() Rheinland-Pfalz bereitet offenbar Lockerungen der Corona-Maßnahmen vor. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will an diesem Mittwoch einen Öffnungs-Fahrplan verkünden. Es wird erwartet, dass die 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) im Einzelhandel kippen wird, nachdem immer mehr Bundesländer die Zugangsbeschränkungen für Geschäfte aufgehoben haben.

Möglicherweise wird es auch Lockerungen bei Großveranstaltungen geben. Die Chefs der Staatskanzleien hatten sich darauf verständigt,  bei Außenveranstaltungen bis zu 10.000  und bei Innenveranstaltungen maximal 5000 Zuschauer zuzulassen. Fraglich ist, ob mögliche Lockerungen in Rheinland-Pfalz noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde am Mittwoch kommender Woche in Kraft treten werden.

Zumal die Corona-Zahlen immer noch weiter steigen. Mit landesweit 10.515 neuen Fällen meldet das Landesuntersuchungsamt erneut einen Höchstwert. In der Region wurden 1116 zusätzliche Neuinfektionen registriert. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz stieg erneut und liegt jetzt bei 5,8.

Allerdings wachsen die Zweifel an der Aussagekraft dieser Zahl, die den Anteil der Covid-Patienten in den Kliniken angibt. Denn auch in den Krankenhäusern in der Region ist der Anteil der Patienten, die wegen einer anderen Erkrankung stationär behandelt werden und bei denen Corona quasi als Zusatzbefund festgestellt wurde, hoch. Im Trierer Brüderkrankenhaus wurde bei rund der Hälfte der derzeitigen Corona-Patienten die Infektion erst in der Klinik festgestellt.

Deutliche Kritik übte Dreyer am bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Dieser hatte angekündigt, die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in Pflegeheimen nicht umzusetzen. Dreyer sagte, Söder habe gemeinsam mit CDU-Chef Friedrich Merz „handstreichartig im Alleingang“ den Konsens zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht einseitig aufgekündigt.  „Das schadet in einer Pandemie, das macht Politik absolut unglaubwürdig.“

 Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warf Söder indirekt vor, Konflikten mit den Gegnern der einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus dem Weg gehen zu wollen. Gleichzeitig warnte Lauterbach vor „schnellen“ Öffnungen: „Wir können breite Lockerungen, wie sie derzeit diskutiert werden, zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertreten.“ Aber: „Wir werden natürlich deutlich vor Ostern öffnen können.“