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Corona-Variante Omikron: Landesschülervertretung will Weihnachtsferien verlängern

Corona : Wegen Omikron: Landesschülervertretung fordert Verlängerung der Weihnachtsferien

Die Landesschülervertretung fordert, dass die Weihnachtsferien um mindestens eine Woche verlängert werden. So soll das Risiko von steigenden Infektionen durch die Omikron-Variante verringert werden. Was das Bildungsministerium hierzu meint.

Geht es nach der LandesschülerInnenvertretung (LSV), dann werden die Weihnachtsferien um mindestens eine Woche verlängert. So soll verhindert werden, dass wegen der sich ausbreitenden Omikron-Variante die Zahl der Corona-Infektionen in den Schulen rasant steigen, sagte Colin Haubrich, LSV-Vorstandsmitglied, unserer Zeitung. Auch eine Verschiebung der direkt nach den Ferien Anfang Januar beginnenden schriftlichen Abiturprüfungen an den Gymnasien und den Integrierten Gesamtschulen dürfe nicht ausgeschlossen werden. Es gehe um die Gesundheit der Schüler und Lehrer, sagte Haubrich.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Stefanie Hubig (SPD), hat eine Verlegung der Abiturprüfung bislang abgelehnt. Auch einer Verlängerung der Weihnachtsferien erteilte sie eine Absage.

Sollte die Schule wie geplant am 3. Januar wieder starten, dann müsste die Zahl der Corona-Tests deutlich ausgeweitet werden, fordert Haubrich. Alle Personen in der Schule müssten drei Mal pro Woche statt derzeit zwei Mal pro Woche getestet werden oder sich selbst testen. Auch geimpfte Lehrer und Schüler sollen sich testen, so Haubrich.

Das fordert auch die Landesvorsitzende des Philologenverbandes, Cornelia Schwartz: „Wenn wir während der Omikron-Welle die Schulen noch in irgendeiner Form, und sei es nur in der Notbetreuung, offenhalten wollen, dann müssen alle, auch die Geimpften, täglich die Möglichkeit haben, sich zu testen.“ Auch sie warnt davor, dass die Abiturprüfungen möglicherweise in Gefahr sein könnten. „Wir können es uns nicht leisten, einzelne Schülerinnen und Schüler oder gar Teile eines Kurses mitsamt den Lehrkräften mitten im schriftlichen Abitur in Quarantäne zu schicken.“ Daher müssten die Prüfungen unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen stattfinden: Die Abstände zwischen den Schülern bei den Prüfungen müsse deutlich größer sein und sie sollten FFP2-Masken tragen.

Auch der Landeschef der Lehrergewerkschaft GEW, Klaus-Peter Hammer, fordert, dass die Abiturprüfungen sicher durchgeführt werden müssen. „Es ist zu vermeiden, dass Schüler durch unzureichende Vorgaben bei den Schutzmaßnahmen während ihrer Prüfungen in Quarantäne müssen“, so Hammer. Er fordert, dass noch vor Beginn der Weihnachtsferien entschieden werden müsse, wie der Unterricht nach den Ferien weitergehe. Auch der SchülerInnen-Vertreter Haubrich verlangt: „Wir brauchen jetzt Planungssicherheit.“