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Damit Licht ins Dunkel fällt

Damit Licht ins Dunkel fällt

TRIER. Vor drei Monaten startete die TV-Benefizaktion "Meine Burg" zugunsten des Trierer Kinderschutzbunds (KSB). Was sich seither getan hat und wie sie verlief, wird in einer zweiwöchigen Ausstellung des KSB in den Räumen der Sparkasse in der Theodor-Heuss-Allee dokumentiert und soll ein Dankeschön an die Helfer sein. Danach wandert die Ausstellung ins Rathaus-Foyer.

Eine lange Spendenkurve geht über acht Stellwände, die den steten Anstieg des Spendenkontos, mitunter kleine Sprünge, bis kurz vor die Viertelmillion zeigt. Sie endet mit einem Fragezeichen - denn noch läuft die Hilfsaktion, durch die der KSB hofft, in bessere Arbeits- und Therapieräume ziehen zu können. Dass dies dringend von Nöten ist, zeigt die Fotostrecke einer Fachhochschul-Studentin: Sie hat aus der Perspektive eines Kindes die Räume und Gegebenheiten des KSB in seinem jetzigen Standort in der Thebäerstraße festgehalten. Ein dunkler, oft vermüllter Eingang, viel zu schwere Türen, trostlose Bereiche, Ärmlichkeit. Aktionen auf den Stellwänden dokumentiert

Um diesem Zustand abzuhelfen, haben sich in einem gemeinsamen Kraftakt zahllose private Helfer, Institutionen und Firmen, eben alle, denen das Wohl von Kindern am Herzen liegt, ins Zeug gelegt. Zeitungs-Fotokopien von Aktionen auf den Stellwänden dokumentieren die Hilfsbereitschaft, die vom Weihnachtsbasar bis zum Polizeikonzert reicht. Dazu zahlreiche Zeitungsartikel des Trierischen Volksfreunds, die über die Arbeit des KSB informieren und die Dringlichkeit von Unterstützung unterstreichen. Bilder und Gedichte von Kindern, Flyer und Informationsbroschüren vervollständigen mit dem Vorstellen der einzelnen Arbeitsbereiche die Dokumentation. Clarissa Schmithüsen, Aziz Yüksek, Eva Rassau und Ute Isselhard-Thinnes vom Kinderschutzbund lassen keinen Zweifel daran, wie dankbar sie für diese Hilfsbereitschaft sind. "Dank der sensiblen Berichterstattung hat der KSB ein neues Image bekommen", sagt Isselhard-Thinnes von der Beratungsstelle "Lichtblick". Der KSB sei bekannter geworden, bestätigt Yüksek. Es habe vermehrte Anfragen auch anderer Einrichtungen gegeben, frei nach dem Motto: "Boah, das bietet ihr auch an?", berichtet Isselhard-Thinnes. Die Vielzahl von Einzelspenden habe sie sehr beeindruckt. Mittlerweile würden Kinder aus ihrer Fachstelle selbst zu Spendendosen greifen, um den Kinderschutzbund zu unterstützen. Rassau erinnert sich, wie Jugendliche bei der Weihnachtsgeschenk-Einpackaktion der KSB-Leute großzügig ins Portemonnaie griffen. Vier Wochen lang hatten zwei KSB-ler sieben Stunden Weihnachtsgeschenke für Karstadt-Kunden verpackt. "Wir haben jetzt ein Fundament, ein Haus ist noch nicht da", sagt Schmithüsen und hofft auf weitere Unterstützung. Auch sie hatte ein besonderes Erlebnis während der Hilfsaktion. Ein kleines Mädchen, das ihr ein "süß verpacktes, kleines Päckchen" überreichte. "Ich habe Dir was mitgebracht, das ist für euer Haus", habe ihr das Kind, das selbst vom Schutzbund betreut wird, gesagt. Die Ausstellung ist in der Sparkasse während der Schalteröffnungszeiten bis 9. März zu sehen. Danach wird sie bis 24. März im Foyer des Rathauses aufgestellt.