Das große Winterfinale: Jede Menge Schnee und Chaos auf den Straßen

Das große Winterfinale: Jede Menge Schnee und Chaos auf den Straßen

Der Winter ist für ein kurzes, dafür umso heftigeres Gastspiel zurückgekehrt: Starke Schneefälle haben am Dienstag in der Region Trier für teils chaotische Verhältnisse auf den Straßen gesorgt. Immerhin: Tauwetter ist in Sicht.

Am Nachmittag forderten die seit Stunden vom Himmel fallenden Schneemengen ihren Tribut: Die in der Region Trier seit der Nacht ohne Unterbrechung eingesetzten Streufahrzeuge kamen fast nicht mehr hinterher. Viele Straßen waren schneller wieder weiß, als sie freigeräumt werden konnten. Stellenweise fielen innerhalb kurzer Zeit zwischen zehn und 20 Zentimeter Schnee.
Volksfreund-Meteorologe Dominik Jung vom Internetportal wetter.net hatte die weiße Pracht kommen sehen. Mit seiner Prognose, "das wird am Dienstag das große Winterfinale mit reichlich Eis und Schnee", traf Jung voll ins Schwarze. Einen Vorgeschmack gab's am frühen Vormittag auf der Bundesstraße 51. Ausgerechnet mit Beginn des Berufsverkehrs blockierten bei Bitburg mehrere querstehende Lastwagen die B 51. "Chaotische Verkehrsverhältnisse", sagte ein Polizeisprecher. Dutzende Unfälle und wegen Schnee- und Eisglätte nicht mehr befahrbare Straßen wurden auch aus den anderen Regionen im Gebiet Eifel/Mosel/Hunsrück gemeldet. Krachte es, blieb es meist bei Blechschäden.
Auch der öffentliche Personennahverkehr in der Region Trier wurde durch den Schnee und die Schneeverwehungen beeinträchtigt. Züge fielen aus oder verspäteten sich, Busse blieben deshalb in ihren Depots. Höhenlagen rund um Trier wurden von den Bussen am Nachmittag zeitweise nicht angefahren.

In Bengel (Kreis Bernkastel-Wittlich) stürzte das Tragluftdach eines Möbellagers unter der Schneelast ein. Die Feuerwehr hatte noch versucht, die Schneemassen mit Wasserdruck zu beseitigen, doch vergebens. Unter der Last gab die Schweißnaht der Plane nach. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei Wittlich bestätigte.

In Trier zählte die Polizei von Montagnachmittag bis 20 Uhr insgesamt 24 Unfälle im Stadtgebiet und Umland. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. In der Heiligkreuzer Straße kam ein Rettungswagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen, stieß dabei gegen einen mit Kindern besetzten Kleinbus und schob diesen gegen einen Laternenmast. Verletzt wurde niemand, es blieb bei Sachschäden.

Leicht verletzt wurde ein Taxifahrer in der Ruwerer Straße. Ein Lieferwagenfahrer war auf die Straße eingebogen und das herannahende Taxi nicht rechtzeitig gesehen. Der Taxifahrer konnte auf der schneebedeckten Straße nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte gegen den Lieferwagen. Auch in der Luxemburger Straße wurde ein Autofahrer leicht verletzt. Er hatte an einer roten Ampel gewartet, ein nachfolgender Sattelzugfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und schob das Auto auf einen davor haltenden Lieferwagen.

Von den beiden Flughäfen Hahn und Luxemburg wurden zwar Verspätungen gemeldet; Flugausfälle gab es wegen der widrigen Witterungsverhältnisse aber offenbar keine. Anders in Frankfurt: Hunderte Flüge wurden dort annulliert, etliche Flieger auf den Hahn umgeleitet.
Des einen Leid, des anderen Freud: Wahrscheinlich schon ab heute soll der Skilift auf dem Erbeskopf wieder laufen. Wie lange, ist die Frage. Laut Wettermann Dominik Jung gehen die Temperaturen ab dem Wochenende wieder nach oben. Aber warm wird's wohl erst im April. sey

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