Das Ultimatum rückt näher: Die Flugplatzmillionen sind immer noch nicht da

Das Ultimatum rückt näher: Die Flugplatzmillionen sind immer noch nicht da

Michael Billens Bauchgefühl sagt: Die 30 Millionen Euro für den Ausbau des Bitburg Airports kommen bald. Der Projektentwickler Frank Lamparski hingegen sagt derzeit gar nichts. Und an Osterdienstag läuft das Ultimatum ab.

Bitburg. Darauf wetten will Michael Billen zwar nicht. Aber: "Ich glaube immer noch, dass das Geld kommt", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Flugplatz Bitburg GmbH. Geld, das für den Ausbau des Bitburger Flugplatzes bestimmt ist. Geld, das schon vor Monaten hätte eintreffen sollen. Geld, an dessen Existenz inzwischen so mancher zweifelt. Bis Osterdienstag muss es da sein. Denn dann läuft die Frist ab, innerhalb derer der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Stadt Bitburg bereit sind, ihre Flugplatzanteile zu verkaufen. Denn sonst ist Schluss mit den hochfliegenden Plänen für die ehemalige Air- base Bitburg.
Es geht um 30 Millionen Euro, die der Projektentwickler Frank Lamparski für die Startphase seines Großprojekts Bitburg Airport braucht: Bis 2022 will er das Gelände in einen internationalen Flughafen verwandeln. Ursprünglich sollten die Millionen von Lamparskis anonymem asiatischen Investor schon im Dezember 2011 auf einem luxemburgischen Bankkonto eintreffen. Dass dies auch Wochen später nicht geschah - und noch immer nicht geschehen ist - begründete Lamparski mehrfach mit Verzögerungen durch eine langwierige Geldwäscheprüfung. Eine Aussage, die Experten für Geldwäscheprüfungen unglaubwürdig finden: Falls es das Geld überhaupt gebe, sei damit etwas faul, sagen sie (der TV berichtete). Denn zum einen seien solche Prüfungen nach einem, maximal zwei Tagen beendet. Zum anderen dürften Banken Geld gar nicht so lange festhalten.
Dem luxemburgischen Magazin Revue nannte Lamparski Anfang März andere Gründe für die Verzögerung: Der Investor habe ihm neue Auflagen gemacht, die er in seinem Vertrag und im überarbeiteten Businessplan wiederfinden wolle. Auflösen lässt sich dieser Widerspruch nicht. Denn Lamparski möchte derzeit keine Auskunft erteilen. "Spätestens zum 10. April wird im Rahmen einer Presseverkündung das Ergebnis mitgeteilt und ausreichend Stellung bezogen", schreibt er auf TV-Anfrage. Mehr ist auch über Landrat Joachim Streit nicht zu erfahren. "Es herrscht das Schweigen im Walde", sagt er und wirkt nicht so, als würde er daran glauben, dass dieses Schweigen vor Ostern von der Botschaft über die Ankunft des Geldes durchbrochen wird.
Michael Billen hingegen glaubt, dass dies noch im März passiert. Und warum? Das sage ihm sein Bauchgefühl.Extra

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der die Rollbahn gehört, befindet sich nach eigener Auskunft nach wie vor in geschäftlichem Kontakt mit Frank Lamparski. Ob sie nach Ablauf ihrer Frist Ende Februar wie angekündigt parallel eine Alternativplanung im Bereich Photovoltaik in die Wege geleitet hat, ist nicht zu erfahren. Eine solche Planung bedeute jedoch keine Entscheidung gegen Lamparski. kah

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