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Demonstrationen in Kandel: Weniger Teilnehmer erwartet

Teilnehmer einer Demonstration in Kandel am 24.03.2018. Foto: Federico Gambarini/Archiv
Teilnehmer einer Demonstration in Kandel am 24.03.2018. Foto: Federico Gambarini/Archiv FOTO: Federico Gambarini
Germersheim/Kandel. Im pfälzischen Kandel wird wieder demonstriert: Nach den teils von Gewalt begleiteten Aktionen vom 24. März sind für den kommenden Samstag erneut drei Demonstrationen von Vertretern verschiedener Lager angemeldet worden. Zu den Veranstaltungen, deren Themen sich überwiegend auf den gewaltsamen Tod der 15-Jährigen Mia beziehen, werden nach Mitteilung der Kreisverwaltung Germersheim vom Mittwoch insgesamt bis zu 600 Teilnehmer erwartet - weniger als sonst. Am 24. März hatten etwa 3000 Menschen in der südpfälzischen Stadt demonstriert, drei Wochen zuvor waren es etwa 4500 gewesen. dpa

Seit dem Tod des Mädchens Ende Dezember kommt es in Kandel immer wieder zu Demonstrationen von rechtspopulistischen Gruppen sowie zu Gegendemonstrationen. Die 15-Jährige war mutmaßlich von ihrem Ex-Freund erstochen worden, einem Flüchtling aus Afghanistan.

Dem bürgerlich-rechten bis rechtspopulistischen Spektrum zugerechnet wird eine Aktion unter dem Motto „Migrationspolitik, Innere Sicherheit“ mit etwa 200 erwarteten Teilnehmern. Zur selben Zeit will ein dem linken Lager zugerechnetes „Männerbündnis Kandel“ mit ebenfalls 200 erwarteten Teilnehmern unter dem Motto „Bürgerrechte statt rechte Bürger“ demonstrieren. Eine dritte Aktion steht unter dem Motto „Keine Instrumentalisierung bzw. kein Missbrauch des Falls Mia aus Kandel in der Stadt Kandel“. Erwartet werden bis zu 200 Teilnehmer. Das Bündnis „Wir sind Kandel“, das am 24. März etwa 2000 Teilnehmer mobilisierte, ist laut Verbandsgemeindeverwaltung nicht dabei.

Am 24. März waren bei Auseinandersetzungen mit der linken Antifa acht Polizeibeamte leicht verletzt worden. Es gab 14 Anzeigen, 3 gegen Vertreter des rechten und 11 gegen Anhänger des linken Spektrums.