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DFB-Sponsor Bitburger kritisiert geplante Winter-WM in Katar 2022

DFB-Sponsor Bitburger kritisiert geplante Winter-WM in Katar 2022

Die Bitburger Braugruppe, Sponsor des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und damit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, kritisiert die geplante Fußball-Weltmeisterschaftsendrunde 2022 in Katar, da diese im Advent stattfinden soll.

In Deutschland habe sich zu Europameisterschaft und Weltmeisterschaft eine besondere Feierkultur herausgebildet. "Wie das bei Schneefall und Minusgraden möglich sein soll, ist mit gesundem Menschenverstand nicht vorstellbar", sagte Werner Wolf, Geschäftsführer bei Bitburger, dem Trierischen Volksfreund.

Da im Winter weniger Bier getrunken werde, bedeute eine Entscheidung des Weltfußballverbands Fifa für die Winter-WM einen wirtschaftlichen Schaden, sagte Wolf. "Wir sehen keine Veranlassung, unser Engagement aufgrund der Vergabe der Weltmeisterschaft durch die Fifa zu überprüfen. Wir setzen grundsätzlich auf langfristige Sponsorings und sind bereit, mit unseren Partnern durch Höhen und Tiefen zu gehen", sagte der Bitburger-Topmanager dem Trierischen Volksfreund jedoch.

An diesem Freitag entscheidet das Fifa-Exekutivkomitee in Zürich spätestens, ob die Fußball-WM in Katar vom 18. November bis kurz vor Weihnachten 2022 veranstaltet wird. Den vorgeschlagenen Termin kritisiert auch der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission im DFB, Herbert Fandel. "Ich finde das nicht in Ordnung", sagte Fandel dem Trierischen Volksfreund. Fußball ziehe alles Interesse auf sich. Darunter werde dann auch der Wintersport leiden.