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Die besten Karten haben auch 2016 die regionalen CDU-Bewerber

Die besten Karten haben auch 2016 die regionalen CDU-Bewerber

Etwa jeder siebte Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag kommt aus der Region Trier. Bis auf den Dauner CDU-Mann Herbert Schneiders treten alle hiesigen Mandatsträger 2016 wieder an. Aber wie sind ihre Chancen?

Trier. Wer für die CDU in der Region an den Start geht, hat beste Chancen, in den Landtag gewählt zu werden. Bei der vergangenen Wahl gingen sechs der sieben regionalen Wahlkreise an CDU-Bewerber.

Den höchsten Stimmenanteil fuhr mit gut 45 Prozent Elfriede Meurer (57) ein. Chance der Wittlicherin auf ein neues Mainz-Ticket: hoch. Das gilt auch für Meurers Parteifreunde Arnold Schmitt (60, Riol) und Alexander Licht (62, Brauneberg). Michael Billen (59, Kaschenbach) und Bernhard Henter (56, Konz) gewannen ihr Direktmandat 2011 nur knapp, dürfen aber bei der nächsten Landtagswahl auf einen sicheren Listenplatz hoffen. Das Mainz-Ticket haben sie daher so gut wie sicher in der Tasche. Der "kleine" Bruder von CDU-General Patrick Schnieder, Gordon Schnieder (39, Birresborn), tritt im Wahlkreis Vulkaneifel als Nachfolger von Herbert Schneiders an.

Seine Gegenkandidatin ist allerdings SPD-Fraktionsvize Astrid Schmitt (55, Kirchweiler). Einer der beiden Bewerber wird nur über die Landesliste seiner Partei das Mainz-Ticket lösen können. Schmitts Chancen sind hoch, Neuling Schnieders Chancen etwas geringer.
Das einzige SPD-Direktmandat aus regionaler Sicht gewann vor vier Jahren Malu Dreyer (54, Trier). Ausgestattet mit dem Ministerpräsidentinnen-Bonus dürfte ihr das 2016 erneut gelingen - und wenn nicht, löst Dreyer das Mainz-Ticket halt über die Landesliste. Das müssen die SPD-Politikerinnen Bettina Brück (47, Thalfang) und Ingeborg Sahler-Fesel (59, Schweich) wohl ohnehin. Beide werden aber auf eine bessere Listenplatzierung als bei der letzten Wahl hoffen. Dann haben sie gute Chancen aufs Mainz-Ticket, selbst wenn die SPD zwei, drei Prozentpunkte verlieren sollte. Schwer zu sagen, welche Karten der jüngst erst in den Landtag nachgerückte Nico Steinbach (31, Oberweiler) hat. Jagt er Michael Billen den Wahlkreis ab, wäre es eine Sensation; ob es für einen aussichtsreichen Listenplatz reicht, ist eher fraglich. Chancen: könnten besser sein. Das gilt auch für die beiden Grünen-Parlamentarier Stephanie Nabinger (47, Saarburg) und Dietmar Johnen (49, Kalenborn-Scheuern). Einzig Jutta Blatzheim-Roegler (58, Bernkastel-Andel) gehört ziemlich sicher auch dem neuen Landtag an.Extra

Derzeit sind drei Parteien im Mainzer Landtag: SPD, CDU, Grüne. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in der nächsten Legislaturperiode mehr sind? Laut aktuellen Umfragen hat die rechtspopulistische AfD die besten Chancen, die Fünf-Prozent-Hürde zu packen. Die bei der letzten Wahl aus dem Parlament geflogene FDP rangiert zwischen zwei und drei Prozent, die Linke bei drei bis vier Prozent. Die Freien Wähler (zwei Prozent) müssten kräftig zulegen. sey