Parteien „Die SPD muss mehr Eifel wagen“

Interview | Mainz · Wie kommen die Genossen aus dem Dauertief, in welcher Koalition soll die Partei im Bund regieren, wie bedroht ist die Wahl im Land? Was ein Buchautor und ein Bundestagsabgeordneter, die beide in Rheinland-Pfalz als Rebellen bei der SPD gelten, darauf antworten.

 Wie kommt die SPD aus dem Umfragetief wieder heraus? Bislang sind fast alle Versuche, die Trendumkehr zu schaffen, gescheitert.

Wie kommt die SPD aus dem Umfragetief wieder heraus? Bislang sind fast alle Versuche, die Trendumkehr zu schaffen, gescheitert.

Foto: dpa/Christoph Schmidt

„Was sind das für Vögel bei Euch an der Parteispitze?“ Ein Imbissgast in Mainz, der sein Essen zu retten versucht, indem er mit einem Elektroschocker in Form eines Tennisschlägers nach Wespen schlägt, tritt irgendwann an den Tisch und mischt sich in das Gespräch über den Zustand der SPD ein. „Macht Ihr das doch“, sagt er zu Nils Heisterhagen und Joe Weingarten. Der Gedanke dürfte manchen Genossen in Rheinland-Pfalz schaudern. Heisterhagen flog einst als Grundsatzreferent aus der SPD-Fraktion im Mainzer Landtag, inzwischen schreibt er Bücher und für große Medien Aufsätze über die Krise der Genossen. Joe Weingarten sitzt für die SPD im Bundestag, schreckte aber manchen Sozialdemokraten ab, als er kriminelle Flüchtlinge mal „Gesindel“ nannte und sich für eine gesteuerte Einwanderungspolitik aussprach. Der TV brachte die rheinland-pfälzischen SPD-Rebellen an einen Tisch, um mit ihnen darüber zu sprechen, welchen Weg sie aus der Krise sehen.